Christlicher Verein feiert große Sause

"Die Fabrik CVJM" kann auf zehn Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Aber nicht nur dies war am Samstag Grund für eine fröhliche Party.

Reichenbach.

Am Ende des Tages gab es Figuren aus Luftballons und von Brasilianern gebackenen Kuchen. Solche Süßigkeiten hat man im Vogtland selten. Es war aber schließlich auch ein besonderes Jubiläum, das am Samstag in Reichenbach gewürdigt wurde. Nicht nur, dass der Verein "Die Fabrik CVJM" an der Dr.-Kütz-Straße sein zehnjähriges Jubiläum feierte. Es wurde auch noch der Gründung des "Christlichen Vereins junger Menschen" insgesamt vor 175 Jahren gedacht. Die zentrale Veranstaltung dazu findet freilich im August in England statt.

Der Reichenbacher Ortsverein ist Nachfolger des Christlichen Zentrums, das zuvor am gleichen Standort aktiv war. Durch Satzungsänderung wurde daraus ein Verein, der im auf der ganzen Welt tätigen Jugendverband CVJM tätig ist. Daran erinnerte Vereinschef Friedrich Strobel. "In den zehn Jahren ist viel geworden und es bleibt noch viel zu tun", sagte er. Mit einer Gründungsfinanzspritze von 1000 Euro starteten die Christen ihre Angebote für Kinder und Jugendliche. Anfangs wurde ausschließlich ehrenamtlich gearbeitet, dann kamen Mitarbeiter dazu. Heute sind außer den vielen freiwilligen Helfern zwei geringfügig Beschäftigte sowie Heinke Schenker als Projektleiter angestellt. Er kümmert sich um das Projekt "Integration statt Isolation", in dem Deutsche und Ausländer gemeinsam in den Bereichen Bau, Gartenbau und Hauswirtschaft tätig sind.


Auf dem Vereinsgelände an der Dr.-Külz-Straße hat sich einiges getan. Ein großer Teil der früheren Vogtlandstoffe wurde abgebrochen, darunter auch das ehemalige Kubaner-Wohnheim. Bei der Finanzierung wurden neben Eigenmitteln und Spenden verschiedene Förderprogramme in Anspruch genommen. Hinter dem jetzt noch genutzten Gebäude wurden die Reste ehemaliger Nebengebäude beseitigt und eine große Aktionsfläche geschaffen. Dort befindet sich auch ein Eingang zum Gemeinschaftssaal, der vom CVJM für Veranstaltungen und die Vereinsarbeit genutzt wird.

Durch den Vertrag mit dem Landkreis, der einen Teil des Hauses als Asylbewerberunterkunft gemietet hat, war die Sanierung und die notwendige Brandschutzausstattung möglich geworden. Das Asylbewerberheim steht gegenwärtig jedoch leer. Zurzeit mietet der CVJM Räume vom Landratsamt, wenn sie benötigt werden. Das war vergangene Woche der Fall, als acht Brasilianer nach Reichenbach kamen, um bei der Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums zu helfen. Sie sind in einer Thüringer Bibelschule in Bad Blankenhain und waren auch in Reichenbach oder Plauen unterwegs, um Passanten mit ihren Gesängen und Tänzen zu erfreuen. Am Samstag luden sie zum Mitmachprogramm ein, in dem sie Gott feierten und die Anwesenden dazu einluden. Zuvor konnten die Kinder spielen, reiten oder die Hüpfburg belagern und Kostproben aus der Küche des Kochprojektes genießen.

In diesem Jahr wird mit Hilfe von Fördermitteln das ehemalige Verwaltungsgebäude abgebrochen. "Wir dachten anfangs, dass wir es eventuell als Internat nutzen können, doch dann wurde das neue Internat gegenüber gebaut, mit dem wir sehr gut kooperieren", so der Vereinschef. Bisher wird nur der Abbruch gefördert. Der Verein wünscht sich, dass an der Stelle ein Spielplatz entsteht. Da immer mehr Erwachsene den Weg zu den Angeboten finden, wäre ein weiterer Mitarbeiter wünschenswert.

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