Denkmäler vor der Haustür werden in Büchern lebendig

Im Kunstunterricht haben sich die Gymnasiasten in ihrer Nachbarschaft umgeschaut. Das Ergebnis ist am Samstag beim Tag der offenen Tür zu sehen. Und das ist längst nicht alles.

Reichenbach.

Goethe, dessen Namen das Gymnasium in Reichenbach trägt, hat neben vielen anderen Versen für die Ewigkeit auch diesen gedichtet: "Sieh, das Gute liegt so nah." Und so wundert es nicht, dass die Neuntklässler beim Tag der offenen Tür am Samstag, 1. Februar, eine Ausstellung unter dem Titel "Guck mal nebenan" präsentieren werden.

Auf Anregung von Lehrerin Anja Leistl erforschten sie in der 8. Klasse Natur-, Kultur- und technische Denkmäler in unmittelbarer Nachbarschaft, quasi vor der Haustür in ihren Wohnorten. "Daraus entstanden 60 liebevoll und einzigartig gestaltete Travel-Books mit Fotos und Texten zu diesen ganz besonderen, manchmal fast vergessenen Orten", erklärt Leistl. Die Gäste können am Samstag exklusiv darin blättern.

Die Palette reicht vom Schützenhaus in Mylau über das Kriegerdenkmal im Limbach über die Metzsch-Gräber in Friesen und die alte Brauerei in Cunsdorf bis zur Ketzel's Mühle und dem Bahnhof Neumark. Charlize Preising befasste sich mit dem Naturschutzgebiet Waschteich in Reuth und fügte dazu viele Handyfotos bei. Coralie Fischer hatte es die Elite-Weberei Am Walkholz angetan. Sie besorgte sich Literatur zur Historie aus der Bibliothek und bekam nach Anfrage beim Chef eine Führung durchs Objekt. Mara Schafferhans fand Interessantes über das Siegfried-Denkmal in Obermylau heraus, das dort an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnert. Das Kunstprojekt regte an, mit offenen Augen durch die Welt und den Dingen auf den Grund zu gehen.

Beim Tag der offenen Tür am Samstag ist von 10 bis 13 Uhr im Schulteil Friedensschule am Friedrich-Engels-Platz aber noch viel mehr zu erleben. Alle Interessenten sind willkommen. Anschauen, Informieren, Mitmachen, Spaß haben und Lernen ist das Motto des Tages. "Wir informieren die Eltern und ihre Kinder über den Unterricht, weiterführende Angebote und Besonderheiten am Goethe-Gymnasium", erklärt Schulleiter Lutz Niepold. Alle Fächer und ein Teil der Arbeitsgemeinschaften zeigen Ergebnisse ihrer Arbeit. Es besteht die Möglichkeit, mit Beratungslehrern sowie Mitgliedern von Elternrat und Förderverein zu sprechen. Auskünfte werden auch zu Fragen des Schülerverkehrs gegeben. Angesprochen sind nicht nur die künftigen Fünftklässler. Vor der Profilwahl in Klasse 7 kann man sich über die Spezifik des naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Profils sowie der dritten Fremdsprache Spanisch erkundigen. 10 bis 13 Uhr ist auch die sanierte Goetheschule in der Ackermannstraße zur Besichtigung geöffnet.


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