Der Doktor der Herzen kommt nach Reichenbach

Der Arzt Klaus-Dieter John hat mit seiner Frau und Gottes Hilfe in Peru Berge versetzt. Über den Aufbau des Missionshospitals Diospi Suyana berichtet er am Donnerstag.

Reichenbach.

Wer Krimis mag, sollte zu diesem Buch greifen: "Ich habe Gott gesehen" aus der Feder des Arztes Klaus-Dieter John. Darin schildert der Chirurg, wie er mit seiner Frau Martina und Gottvertrauen aus einer Vision Wirklichkeit werden ließ: den Bau eines Missionshospitals nach europäischem Standard für die arme indianische Bevölkerung in den Anden Perus - in der Klinik wurden seit ihrer Eröffnung 2007 mehr als 330.000 Patienten zumeist kostenlos behandelt. In atemberaubender Weise schildert Klaus-Dieter John in seinem Buch, wie sich immer mehr Menschen von seinem an Albert Schweitzer erinnernden Einsatz anstecken ließen und so ein Millionen-Projekt ohne einen Cent Startkapital ermöglichten.

Am Donnerstag berichtet Klaus-Dieter John im großen Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft Reichenbach über das ausschließlich über Spenden finanzierte und dank großen ehrenamtlichen Engagements betriebene Armenkrankenhaus Diospi Suyana (Wir vertrauen auf Gott). Bereits jetzt ist die Vorfreude an der Kirchgasse groß. "Wir haben schon viele Rückmeldungen auf die Einladungen und freuen uns auf einen sehr gut besuchten Abend", sagt Elke Göbel vom Gemeindevorstand. Und Winfried Neef ergänzt: "Diese unglaubliche Geschichte ist eine Inspiration nicht nur für Christen. Davon kann sich am Donnerstag jeder überzeugen."

In der Tat lässt sich der Erfolg der Johns angesichts schier unüberwindlicher Widerstände gegen das Projekt mit großen Taten in der langen Geschichte der Menschheit vergleichen. Es ist spannend zu lesen, wie es Klaus-Dieter John mit seiner entwaffnenden Art auf der Suche nach Geld- und Sachspenden gelang, die Herzen einflussreicher Politiker und der Chefs global agierender Konzerne zu erreichen - die erstmals überhaupt oder in einer nie da gewesenen Höhe spendeten. Unglaublich auch, wie es ihm gelang, Abertausende hinter sich zu versammeln, die mit ihren Kleinspenden den Löwenanteil des Baus finanzierten - und die den Betrieb des Diospi Suyana Jahr für Jahr ermöglichen. Dieses Menschen auf der ganzen Welt bewegende Beispiel aufopferungsvoller wie erfolgreicher Arbeit für die Armen konnte nur dank Gottes Hilfe gelingen - davon ist der Doktor der Herzen überzeugt. Und wer das Buch gelesen hat, widerspricht nicht. In Anerkennung ihrer Arbeit wurden die Johns 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Heute ist Diospi Suyana mehr als ein Segen für Kranke. Unter der Leitung des aus Wiesbaden stammenden Ärzte-Ehepaars ist dort eine internationale Schule, ein Kinderclubhaus und ein Medienzentrum entstanden. In seiner Präsentation am Donnerstag in Reichenbach berichtet der Arzt auch über soziale und medizinische Zustände im Armenhaus Perus - vor denen die Johns einst als Rucksack-Touristen nicht die Augen verschlossen haben.

Glaube versetzt Berge: Vortrag mit Klaus-Dieter John am 24. Oktober, 19.30 Uhr in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Reichenbach, Kirchgasse 4. Der Eintritt ist frei, um Spenden für Diospi Suyana wird gebeten.

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