Die Moshers bauen am Mühlteich ihr Festzelt auf

Beim 17. CMOA sind etwa 120 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Das längst ausverkaufte Festival steht aber nicht nur bei Fans und Bands hoch im Kurs.

Hauptmannsgrün.

Die monatelange Arbeit hinter den Kulissen ist abgeschlossen, seit ein paar Tagen kann die Vorbereitung des Reichenbacher Heavy-Metal-Vereins Chronical Moshers im Hinblick auf das bis Sonntag am Hauptmannsgrüner Mühlteich tobende 17. CMOA aus nächster Nähe beobachtet werden. Hatten die Moshers vorige Woche den Festplatz zunächst mit von der Gemeinde zur Verfügung gestelltem Material neu befestigt, lief am gestrigen Mittwoch der Aufbau des großen Festzelts wie am Schnürchen. Ab Donnerstagfrüh werden Bühne, Sound und Lichttechnik installiert.

"Fans und Bands können sich auf drei tolle Tage freuen. Danke jetzt schon an alle 120 Helfer", sagt Vereinschef Michael Burkhardt, der dabei ein besonderes Dankeschön für eine schnelle wie außergewöhnliche Hilfe nicht vergisst: Als der Vereinsdrucker (etwa für Einsatzpläne, Ausschilderungen und Akkreditierungen) mitten in der heißen Phase der Vorbereitung seinen Geist aufgegeben hatte, sorgte eine Firma vom Kalten Feld für Ersatz: Datec Netzwerke & Druckerlösungen stellte den Moshers einen gebrauchten Farblaserdrucker als Spende zur Verfügung. Michael Burkhardt: "Das fanden alle im Verein echt cool."


Echt heiß ist dagegen das, was das Fans und Bands aus halb Europa ins Vogtland ziehende Festival diesmal auf der Bühne zu bieten hat - von Attic aus Bonn mit ihrem ein wenig an King Diamond erinnernden Auftritt über Nunslaughter aus Cleveland mit ihrem Old-School-Satanic-Metal bis zu Vader, die zum dritten Mal am Mühlteich aufschlagen. Dass sich ein Auftritt beim CMOA gut in der Band-Biografie liest, ist in der Szene seit Jahren kein Geheimnis mehr. So lassen sich die Combos einiges einfallen, um in der Running-Order aufzutauchen - wie Ex-Vereinschef und Band-Booker Jan "Grützer" Singer verrät. So hatte sich Godslave mit einer Postkarte an die Moshers ins Gespräch gebracht. Auf der Karte aus dem Saarland stand, man wolle sich demnächst via E-Mail für einen Auftritt bewerben. "Das war einfach nur Kult und entsprach exakt unserem Humor. Aber die Band hat uns natürlich auch musikalisch überzeugt", sagt Grützer. Die aktuelle Scheibe der Saarländer lief Wochen im Club der Moshers.

Geschichten wie diese sind es auch, die das besondere Flair des CMOA ausmachen. Und dazu gehört ebenfalls, dass Hardcore-Koch und Crematory-Frontmann Gerhard "Felix" Stass wieder mal anreist - natürlich nicht nur zum Zelten am wunderschönen Mühlteich.

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