Doppeletat für Plauen im Gespräch

Stadtverwaltung will jährlichen Aufwand sparen

Plauen.

Die Plauener Stadtverwaltung will für die Jahre 2021 und 2022 einen Doppelhaushalt erstellen. Der Finanzausschuss des Stadtrates hat dem Vorschlag bei fünf Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme sowie drei Enthaltungen mehrheitlich zugestimmt.

Die Ablehnung kam von Tobias Kämpf (CDU): "Wir sind als Stadträte gewählt worden, die Verwaltung zu kontrollieren", sagte Kämpf. "Wir wollen das gerne jährlich tun." Bei einem Haushalt über zwei Jahre hinweg sei die Möglichkeit der Einflussnahme jedoch eingeschränkt. Es sei auch schwerer, Bürgeranliegen durchzusetzen, wenn Geld über einen längeren Zeitraum bereits verplant sei. Kerstin Knabe (FDP) schlug vor, dann dafür einen Posten "Operatives" einzuplanen. Dem Doppelhaushalt stimmte sie zu. Es sei von Vorteil, wenn Ausschreibungen nicht in Zeitnot über die Bühne gebracht werden müssten. Auch Stadtrat Maik Schwarz (Die Linke) unterstützte den Vorschlag im Finanzausschuss.

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) forderte Kämpf auf, seine Parteikollegen im Kreis- und Landtag zu fragen, warum diese den jeweiligen Doppelhaushalten im Freistaat und im Vogtlandkreis zustimmen. Plauen folge nur deren Beispiel und wolle Verwaltungsaufwand sparen.

Das letzte Wort liegt beim Stadtrat. Er entscheidet am 9. Juni. (pa)

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