DRK nimmt neues Zentrum an der Humboldtstraße in Betrieb

2,1 Millionen Euro hat das Vorhaben gekostet. Zur feierlichen Eröffnung gab es am Donnerstag auch ein Maskottchen.

Reichenbach.

Was für zwei Paare in Reichenbach mit dem 19.9.19 ein einprägsames Hochzeitsdatum abgab, war für den DRK-Kreisverband Vogtland/Reichenbach am Donnerstag willkommener Anlass für die feierliche Eröffnung des neuen Beratungs- und Begegnungszentrums in der Humboldtstraße 45.

Der Seminarraum platzte beim Festakt fast aus den Nähten. Geschäftsführerin Bianca Zisowsky sprach augenzwinkernd von einem "Test, wie viele Leute in den Raum passen" und hatte markante Zahlen parat: Das neue Zentrum mit 955 Quadratmetern Nutzfläche entstand in 96 Wochen Bauzeit, begleitet von 72 Bauberatungen, und kostete 2,1 Millionen Euro. 41 Firmen waren beteiligt, viele aus der Region, darunter aus Lengenfeld, Neumark, Heinsdorfergrund, Greiz, Zeulenroda und natürlich Reichenbach selbst. 34 Mitarbeiter werden im Neubau tätig sein.

Zuvor hatte Evi Hölzel, stellvertretende Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, mit den Anwesenden, darunter Vertreter von Planungsbüros, beteiligten Firmen und Politik sowie Mitarbeiter, das Glas erhoben und auf das neue Beratungs- und Begegnungszentrum angestoßen. "Jetzt haben wir fast alles unter einem Dach", sagte sie und dankte allen Beteiligten. Die bislang in der DRK-Villa in der Marienstraße beheimatete Geschäftsstelle ist ebenso in den Neubau umgezogen wie zum Beispiel Fahrdienst, Beratungsstellen, die Begegnungsstätte "Ausweg" oder Selbsthilfegruppen. Auch Lehrgänge finden hier statt. Zusammen mit dem Haus der sozialen Dienste in der Albertistraße 46 wird die Arbeit des DRK somit an einem Ort in Reichenbach gebündelt.

Planer Christian Suhr gab einen Abriss über das unter Nummer 200 von seinem Büro vorangetriebene Projekt. 2014 brachte man erste Gedanken zu Papier. 2016 habe man nach dem sechsten Entwurf noch einmal bei Null angefangen, als Fördergelder für den Umbau bestehender Gebäude in Aussicht gestellt wurden. Am 4. Dezember 2017 habe der Abriss der Industriebrache in der Humboldtstraße begonnen, im Juli 2018 der Rohbau, ab Februar 2019 der Innenausbau. Dafür, dass sich die Bausumme von 1,6 auf 2,1 Millionen Euro erhöhte, machte er die jährlich um rund zehn Prozent steigenden Baupreise, erweiterte Aufgaben des DRK-Kreisverbandes, Probleme bei den öffentlichen Ausschreibungen sowie die abrissreife Gebäudesubstanz verantwortlich.

Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) lobte die reibungslose Zusammenarbeit und erinnerte daran, dass die Fördermittelgeber der Erhöhung der Fördersummen im Programm "Soziale Stadt - Teilgebiet 2" zustimmten. Der Bund und der Freistaat steuern 1,2 Millionen Euro bei, die Stadt Reichenbach 186.000 Euro, 694.000 Euro trage das DRK selbst. Kürzinger würdigte die soziale und die städtebauliche Bedeutung des Neubaues: "Aus einer Ruine ist ein weiteres Schmuckstück geworden." Nächstes Großprojekt solle der Bahnhof werden.

Die besten Wünsche überbrachte DRK-Landesverbandschef Rüdiger Unger. Andy Feig und Andreas Illgen vom DRK-Rettungsdienst überreichten einen riesigen Teddy in Rettungsbekleidung. Er heißt Henry und soll fortan das Maskottchen für das neue DRK-Zentrum sein.

Fertigzustellen sind nun noch die Außenanlagen. Auch mit dem Telefon hakt es noch. Bislang sei das DRK-Zentrum nur eingeschränkt telefonisch erreichbar. "Aber wir arbeiten dran", sagte Bianca Zisowsky.

Tag der offenen Tür Für interessierte Besucher öffnet das neue DRK-Beratungs- und Begegnungszentrum, Humboldtstraße 45, in Reichenbach am Freitag, 27. September, 10 bis 16 Uhr seine Pforten. Programm: Führungen durch das neue Zentrum, Einblicke in die Erste Hilfe, Informationsstände, Zeitreise in die Rotkreuzgeschichte, Hüpfburg, Kinderschminken, Kaffee & Kuchen, Imbiss.

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