Eisschnellläufer erhalten Auto

Im August sagte Verbandspräsident Matthias Große den Mylauern Unterstützung zu. Die fuhr jetzt in Form eines Neunsitzers an der Rollbahn vor.

Mylau.

Seinen ersten großen Einsatz hat der neue Bus des TSV Vorwärts Mylau in den Herbstferien. Dann fahren die Eisschnellläufer aus dem Vogtland traditionell zum Trainingslager ins bayrische Inzell. In der Vergangenheit sicherten die Vereinsverantwortlichen und die Eltern der Sportler die Reise mit ihren privaten Autos ab. "Es war für uns bisher immer mit viel organisatorischem Aufwand verbunden, zu schauen, wer die Sportler wann wohin fährt. Das wird jetzt leichter", sagt Steffi Seifert, die die Abteilung nach dem Tod von Birgit Heidemüller derzeit kommissarisch führt.

Da der Verein in Mylau selbst keine Eisbahn hat, wird im Winter in Greiz und Chemnitz trainiert. Für die Fahrten auf die Großbahn stellte der Sächsische Eissportverband in den vergangenen Jahren einmal pro Woche einen Bus für die Kadersportler zur Verfügung, die zweite Tour organisierten die Mylauer mit Privatfahrzeugen. Derzeit aber wird die Bahn in Chemnitz saniert und es ist noch nicht absehbar, ob dort in diesem Winter überhaupt Eistraining möglich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die Eishalle in Greiz aufgrund der Verlängerung der Körperwelten-Ausstellung erst ab Dezember nutzbar ist. "Unsere Kadersportler könnten zwar gemeinsam mit den Chemnitzer Athleten dreimal pro Woche nach Erfurt fahren. Dafür müssen sie aber 13 Uhr am Hermsdorfer Kreuz sein. Das ist mit der Schule überhaupt nicht machbar", betont Steffi Seifert. Stattdessen will der Verein versuchen, jeweils samstags in Erfurt zu trainieren. Für die Fahrten gibt es nun den Kleinbus, der Platz für acht Sportler und einen Trainer bietet.

Dass die Mylauer diese Unterstützung bekommen, das hatte Matthias Große Ende August versprochen. Damals war der 53-Jährige noch kommissarischer Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) und das erste Mal auf der Rollbahn zu Gast. Steffi Seifert hatte sich mit den Sorgen um das Wintertraining an den neuen Kummerkasten des Verbandes gewandt. Große sagte seine Unterstützung zu, sofern er bei der Mitgliederversammlung im September als ordentlicher Präsident gewählt werde. Das passierte, und so löste er jetzt sein Versprechen ein. Zur Verfügung gestellt wird der Bus nicht direkt vom Verband, sondern über die Unternehmensgruppe von Matthias Große mit Unterstützung des neuen Hauptsponsors der DESG. "Wir haben im Verband derzeit vor allem bei der Infrastruktur extrem viel Arbeit vor uns. Die musst du retten, um Kinder von unserem Sport zu begeistern", sagt Große, der sich vor dem Besuch in Mylau auch die Bauarbeiten an der Chemnitzer Großbahn ansah.

In Mylau konnte Gabriele Förster, Vorsitzende des TSV Vorwärts, noch in einer anderen Sache gute Nachrichten überbringen. Beim Besuch von Matthias Große im August waren ihm die fehlenden Sanitäranlagen an der Rollbahn aufgefallen. Die von ihm ins Spiel gebrachte Containerlösung findet auch in der Stadtverwaltung anklang. "Da gibt es absolute Zustimmung. Es soll nun geschaut werden, wie schnell das umsetzbar ist", so Förster, die dem neuen Präsidenten auch noch ein Anliegen der Stadt mit auf den Weg gab. Wenn er in seiner Funktion eines Eissportverbandes künftig von Unternehmen aus dem Bereich der Kältetechnik höre, die neue Ansiedlungen planten, solle er doch an das in Reichenbach geplante Kompetenzzentrum für Kälte- und Klimatechnik denken.

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