Erste Hilfe in Kinderhand

Lengenfelder Schüler haben das Retten von Menschen bei einem simulierten Radunfall geübt. Erwachsene tun sich schwer mit dem Thema, war zu erfahren.

Lengenfeld.

Erste Hilfe ist ein wichtiges Thema - die meisten Menschen sind sich dessen bewusst. Doch von dieser Erkenntnis bis zum aktiven Handeln ist es scheinbar ein weiter Weg. Das mussten am Samstag auch die ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes feststellen, die in Lengenfeld auf das Freizeitgelände an der Zwickauer Straße zum Welt-Erste-Hilfe-Tag eingeladen hatten.

Erste Hilfe am Kleinkind und bei Erwachsenen stand auf dem Programm. Angemeldet hatte sich auch der Schulsanitätsdienst der Lengenfelder Oberschule. Während am Vormittag doch einige Interessierte den Weg zur Freizeitanlage fanden, war die Resonanz am Nachmittag so gering, dass die Ehrenamtlichen zusammenpackten.

Katja Schenk, die beim Kreisverband in Reichenbach unter anderem für die Aus- und Fortbildung zuständig ist, sagte: "Das liegt wohl auch an der Hitze. Bei so einem Wetter gehen die Leute lieber baden, als sich mit Erster Hilfe zu befassen." Sie sagte weiter: "Weiterbildung ist bei erster Hilfe ein wichtiges Thema. Es reicht nicht, wenn man wegen des Führerscheins einen Lehrgang besucht und sich dann jahrelang nicht mehr mit dem Thema befasst." Betriebliche Ersthelfer müssen alle zwei Jahre zur Weiterbildung. Es sei nicht nur wichtig, die Handgriffe zu üben, auch in der Art der Ersten Hilfe ändere sich immer mal etwas.

Die Kinder vom Schulsanitätsdienst jedenfalls wissen, was zu tun ist, wenn ein Mensch Hilfe braucht. Christin Schütze, die gemeinsam mit Denise Kitcha die jungen Ersthelfer betreut, erklärt: "Wir haben heute das Szenario eines Fahrradsturzes nachgestellt. Die Kinder haben gezeigt, was zu tun ist. Notruf wählen. Wunden versorgen." Dass man Wunden lebensecht schminken könne, erleichtere die Ausbildung.

Seit drei Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule. Vor einem Dreivierteljahr hat die Lengenfelder Ortsgruppe gemeinsam mit der Katastrophenschutz-Gruppe in Lengenfeld ihre neuen Räume in der ehemaligen Filztuch-Fabrik am Waldkirchener Weg bezogen. Schenk: "Das ist für uns eine wesentliche Verbesserung, weil jetzt die Helfer und die Technik an einem Ort stehen. Vorher standen die acht Fahrzeuge in Falkenstein. Das war bei einem Einsatz für uns immer sehr umständlich." So war es auch kein Problem, die Fahrzeuge zum Welt-Erste-Hilfe-Tag zu präsentieren und die Besucher sozusagen einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen.

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