Fabrik-Ruine der "Fräse" wird am Kreuzholz abgerissen

Kammgarnspinnerei, Fräsenlager, Privatclub - der Industriestandort hat eine bewegte Geschichte. Nur die umstrittene Wasserkraftanlage bleibt.

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    Zeitungss
    29.04.2020

    Wasserkraft ist nun einmal Teufelszeug, man sollte die damaligen Erbauer noch hart dafür bestrafen. Ich fürchte auch die Einstellung der Turbine in Pöhl (etwa 500Kw Leistung) und die Umstellung auf Kleinbraunkohlekraftwerke im Taschenformat. Bei Erfolg würden sicherlich die Schweiz, Österreich und die nordischen Länder ebenfalls an eine Umstellung denken. Man fragt sich inzwischen auch, dass es in der Donau mit seinen Staustufen mit E-Erzeugung noch Fische gibt. Selbst in Passau ist der Angelsport noch nicht ausgestorben.

  • 2
    0
    Tauchsieder
    29.04.2020

    Ergänzend wäre noch hinzuzufügen, dass Beck nicht im Besitz des Grundstücks ist auf dem sich die Wehranlage befindet. Somit war die Wiederherstellung der Wehranlage 1995 ein Schwarzbau, er hatte keine Baugenehmigung dazu und war nicht im Besitz eines Wasserrechts. Das Wasserrecht war an die Firma Peßler & Sohn gebunden und mit deren Betriebsaufgabe erloschen(Urteil VG-Chemnitz). Die Beräumung des Obergrabens durch Beck ist ein schwerwiegender Eingriff in ein FFH-Gebiet. Dort wurde mit stillschweigender Zustimmung der UNB ein zu DDR-Zeiten von Schülern angelegtes und kartiertes Biotop vernichtet, ohne dafür einen Ausgleich zu schaffen. Trotz dieser offensichtlichen Verstöße erhielt Beck vom LRA eine wasserrechtliche Erlaubnis. Somit ist aus Sicht der Umweltverbände diese rechtsfehlerhaft erteilt wurden, da auch zum Stichtag dem 01.07.1990 keine funktionsfähigen Anlagenteile vorhanden waren, eine Forderung des SächsWG §136 in Verbindung mit dem WHG §15. Desolate Wehranlage, verfüllter Obergraben, keine Turbine. Diese Stichtagsregelung ist Grundvoraussetzung das überhaupt eine WKA hätte betrieben werden können.
    Übrigens kritisieren diese sogenannten Umweltschützer nicht mehr. Dieses Verwaltungsverfahren ist gerichtsanhängig.