Faszination Mond

Der Landung auf dem Erdtrabanten vor 50 Jahren widmet die Raumfahrtschau eine Sonderausstellung. Es geht dabei aber längst nicht nur um Geschichtliches.

Muldenhammer.

Das Jahr 2019 steht in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz ganz im Zeichen der ersten bemannten Mondlandung. Das Großereignis hielt am 21. Juli 1969 die ganze Welt in Atem, als mit dem amerikanischen Astronauten Neil Armstrong der erste Mensch den Mond betrat.

Durch die damalige Liveübertragung verfolgten rund 600 Millionen Fernsehzuschauer auf der Erde das Großereignis. Die Apollo 11 Mission um Neil Armstrong und seinen beiden Begleitern, den Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins, sowie die legendäre Fernsehübertragung schrieben Geschichte. Die originalen TV-Bilder von damals kann man jetzt noch einmal in der neuen Sonderschau anlässlich des Jubiläums anschauen. Dazu haben die Organisatoren in der Raumfahrtschau keine Mühen gescheut. Denn eigens dafür wurde eine Wohnzimmer im Stile der 1960er Jahre aufgebaut, mit entsprechendem Mobiliar und einem alten Röhrenfernseher, auf dem die Mondlandung gezeigt wird.


Neben den Filmaufnahmen deckt die Sonderschau ein breites Spektrum zu dem Thema ab. Behandelt wird nicht nur der historische Tag im Juli 1969, sondern es wird auch auf die weiteren Mondlandungen und gescheiterte Versuche bis 1972 sowie auf gegenwärtige und künftige Mondprojekte eingegangen. "Der Bogen spannt sich von einem historischen Rückblick bis hin zu Projekten und Visionen in der Gegenwart und Zukunft", erklärt Museumsleiterin Romy Mothes. Gezeigt werden verschiedene Modelle und Nachbauten von Raumschiffen, die teilweise für die Ausstellung hergestellt wurden. Publikationen in Form von Büchern, spezielle Münzen und Sonderbelege ergänzen die Ausstellung. Eines der größten Modelle ist ebenfalls ein Hingucker: das von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und der europäischen Weltraumorganisation Esa gemeinsam gebaute Orion-Raumschiff, dessen erster bemannter Flug mit der Umkreisung des Mondes für das Jahr 2022 geplant ist.

Die Sonderschau läuft seit Ostern. Viele Besucher sind von Exponaten und Informationen angetan. So auch Alexander Wallner aus München, der mit seiner Freundin Linda Meiser auf Durchreise einen Stopp in Morgenröthe-Rautenkranz einlegte. "Die Ausstellung mit den umfangreichen Exponaten ist sehr informativ gestaltet", so der junge Mann. In dem 60er Jahre-Wohnzimmer nahmen sich beide die Zeit, um sich die TV-Bilder von damals anzuschauen. "Wenn man weiß, mit welcher modernen Technik in der Raumfahrt heute gearbeitet und geforscht wird, ist das für mich kaum vorstellbar, wie damals die Mondlandung so erfolgreich ablaufen konnte. Die Ausstellung spiegelt das alles sehr gut wider", so Wallner.

Die Sonderausstellung 50 Jahre Abenteuer Mondlandung ist ein Jahr lang zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr.

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