Fernseher bleibt wegen Störung aus

Vodafone verspricht die Reparatur am Mosraberg im Laufe dieser Woche. Ihren Auftritt im "Sachsenspiegel" hat eine Kundin dennoch verpasst.

Reichenbach.

Gerlinde Knüpfer aus Reichenbach hatte sich darauf gefreut, ihren Fernsehauftritt im "Sachsenspiegel" anzuschauen. Denn der MDR hatte sie nach dem Großbrand in der Firma GTO im Industriegebiet an der A 72 auf der von ihr gepachteten Streuobstwiese in Unterheinsdorf gefilmt. Dort war an zwei Schächten Schaum ausgetreten. Die Behörden ließen den Oberboden abtragen und entsorgen.

Der Bildschirm blieb jedoch schwarz. Kein Bild, kein Ton beim Kabel-TV von Vodafone. In der ersten Juli-Woche sei am Mosraberg ein Mast für das Kabelfernsehen gewechselt worden. Seither gehe nichts mehr, schildern Kunden. Nach Anrufen beim Anbieter habe dieser einen Reparatur-Auftrag erteilt. Bis jetzt lag jedoch nach wie vor kein TV-Signal an.


Konzernsprecher Volker Petendorf erklärte der "Freien Presse": "Vodafone hat tatsächlich seit 6. Juli, um 5.45 Uhr eine lokale Einzelstörung in einem kleinen Teil seines Kabelglasfasernetzes in Reichenbach." Betroffen seien genau drei Haushalte im Bereich Mosraberg. "Unsere umfangreichen Messungen haben ergeben, dass ein defektes Bauteil im lokalen Übergabepunkt die Störung verursacht hat. Wir haben bereits die Reparatur bei unserem örtlichen Tiefbau-Dienstleister beauftragt", so Petendorf. Die Tiefbau-Arbeiten seien aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aber sehr aufwändig. Die Grabegenehmigung habe man am vergangenen Freitag bei den örtlichen Behörden beantragt. Sobald sie vorliege, starten die Tiefbauarbeiten. "Nach aktuellem Stand sollte die Reparatur im Laufe der Woche abgeschlossen sein", verspricht Vodafone.

Die betroffenen Kabelkunden werden bis dahin noch um etwas Geduld und um Entschuldigung für ihre Unannehmlichkeiten gebeten. Man setze alles Menschenmögliche daran, dass die Haushalte schnellstmöglich wieder Kabel-TV, Breitband-Internet und Festnetz-Telefon nutzen können.

Was ihre Streuobstwiese angeht, so erzählt Gerlinde Knüpfer, dass die Behörden dort inzwischen Proben genommen haben. "Die kommen erst in vier Wochen wieder", sagt sie. Bei den neun Schafen, die sie dort stehen hat, müsse inzwischen zugefüttert werden. Wenigstens eine Heurolle könnte als Entschädigung kommen, hofft sie.

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