Fest steigt um die tolle Knolle

Die Kartoffel für fast jeden Zweck und in mannigfaltiger Gestalt war am Samstag in Reichenbach zu finden. Bei einem Wettbewerb ging es um Schnelligkeit.

Reichenbach.

Der Gewerbeverein "Gemeinsam für Reichenbach" hat am Samstag das fünfte Kartoffelfest auf die Beine gestellt: In diesem Jahr wurde es wieder vom Bürgerfest am 3. Oktober abgekoppelt, nachdem im Vorjahr im Doppelpack gefeiert wurde. Dem Spaß tat das keinen Abbruch. Das eine oder andere Geschäft setzte deutlich mehr um als am Feiertag, wenn die Ladentüren geschlossen bleiben müssen. Im Laufe des Nachmittags strömten immer mehr Menschen in die Innenstadt, sodass in der unteren Zwickauer Straße zeitweise kein Durchkommen mehr war.

Eigentlich wollte sie den Titel abgeben, verriet die Vorjahres-Schälkönigin Elke Matthes, bevor sie sich an die Kartoffeln machte. Doch dann erschälte sie sich erneut die Trophäe: Ihr reichten diesmal 450 Gramm. Im Vorjahr hatte sie stolze 895 Gramm von Schalen befreit. Einen Platz nach vorn ist der Vorjahresdritte, Stephan Hösl, gerückt, der gerade sein Landtagsdirektmandat für die CDU verteidigt hatte. 378 Gramm stehen 808 Gramm vom Vorjahr gegenüber. Nachdem der Vorjahreszweite, Lutz Quellmalz, nicht angetreten war, ergab sich die Chance für einen anderen Teilnehmer. Und die ergriff Selina I.. Sie ist die vogtländische Kartoffelprinzessin. Sie zeigte sich überrascht, dass auch sie auf das Siegertreppchen durfte. Alle Teilnehmer bestätigten, dass es die Gerätschaften diesmal in sich hatten. Silke Baumann vom Gewerbeverein musste mehrere Pflaster kleben.


Als Elke Matthes einen ziemlich schweren "Knolli" als Geschenk erhielt, wies Moderator Michael Dust auf den Stand von Jeannette Dietrich-Jacob hin, wo die Betonfiguren zu finden waren. Die Lengenfelderin hatte die Idee, drei solche Figuren für ihren Garten zu kreieren. Dafür mischte sie flüssigen Beton, formte die Gestalten, setzte ihnen eine lustige Knollennase ähnlich einer gut gewachsenen Kartoffel auf, verpasste den Zipfelmützen einen Knoten und stellte die Bilder ins soziale Internet-Netzwerk Facebook. "Da habe ich so viel Zuspruch erhalten, dass ich Lust auf mehr bekam", erzählte sie. Schon wurde das Formen von Beton zur kreativen Ausgleichsbeschäftigung. "Ich bin zum ersten Mal hier und bestimmt nicht zum letzten Mal. Das Ambiente gefällt mir", sagte die Lengenfelderin, die ihren Stand neben der Bühne vor der ehemaligen Post aufgebaut hatte.

Bei Gündels Kulturstall musste Kartoffelpapst Uli Gündel vielen Menschen erklären, warum es in diesem Jahr bei ihm kein Kartoffelfest mit großem Markt gibt. Medizinische Eingriffe zwingen momentan zum Kürzertreten. Deshalb wurde nur das Schaufeld bestellt, vor allem zum Sortenerhalt. In der kommenden Woche gibt es nur eine kleine Kartoffellese.

Um die Kartoffel drehten sich weitere Programmpunkte und Angebote wie der Kartoffel-Biathlon, oder Verkaufs- und Verkostungsangebote. Kartoffelwürze der Kräutergärtnerei Sagan, bunte Kartoffeln mit Dips von Gündels, Kartoffelroster von der Fleischerei Schaller, -smoothies, -suppe aus der Gulaschkanone, -kuchen und vieles mehr waren zu haben.

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