Festgebiet schrumpft beim neuen Stadtfest

Reichenbach: Bürgerfest fusioniert mit Kartoffelfest - Spiegel eigenen Könnens

Reichenbach.

Bürgerfest plus Kartoffelfest ist gleich Stadtfest. So lautet die Zukunftsformel der Stadtverwaltung für die Festivitäten rund um den Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober, die fortan gemeinsam mit dem Gewerbeverein durchgeführt werden.

"Das Festgebiet schrumpft", erklärte Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) gestern vor der Presse. Es wird demnach zwei Veranstaltungsbereiche mit Bühnen geben, auf dem Postplatz und auf dem Markt. Musik und Shows rufen dort. Die bisherigen Bühnen an der Bahnhofstraße sowie an der Ecke Weinhold-/Weststraße entfallen indes ebenso wie das Festzelt auf dem Markt. Für dessen Betreibung hatte die Stadt in den Vorjahren jeweils 10.000 Euro vom Caterer verlangt. Doch weil immer mehr Nachbarn auch Feste am 2./3. Oktober feiern, so in Brockau oder in Greiz, seien die Umsätze nicht mehr auskömmlich. Insgesamt koste das neue Stadtfest rund 50.000 bis 55.000 Euro. Am Ende werde die Stadt - wie bisher - einen Zuschuss von 25.000 Euro bereitstellen müssen, rechnete Tobias Keller, Büroleiter des OB, vor.

Raphael Kürzinger spricht von einem "Fest der Bürger für die Bürger". Statt mit großen Namen und Strahlkraft die Besucherzahlen weiter zu toppen, kehre man zu den Wurzeln zurück. Das Fest sehe er als "Spiegel des eigenen Könnens". "Regionalität, Vielfalt und im Mittelpunkt der Gedanke, wofür der 3. Oktober steht", sagt Tobias Keller. Letzterem widmen sich das Infomobil der Landeszentrale für politische Bildung, ein Infostand "Demokratie leben" und die Ausstellung "Voll der Osten".

Am Dienstag, 2. Oktober, öffnen zahlreiche Geschäfte bis 22 Uhr. Den Bereich Postplatz organisiert der Gewerbeverein Reichenbach in Eigenregie. Neben dem Bühnenprogramm rufen dort Tombola, Kartoffelkuchenverkauf sowie Kartoffel-Wettschälen und -Biathlon, kündigte die 2. Vorsitzende, Silke Baumann, an. Zusammen mit dem Parkverein und der SAQ werde der Bereich mit Stroh, Strohfiguren und Pflanzen liebevoll gestaltet. Der Bereich Markt und Bahnhofstraße läuft in Regie der Stadt. Der Eintritt ist frei.

Der OB zeigte sich froh darüber, dass nach heißen Diskussionen eine Lösung zur Weiterführung des Blasmusikfestes gefunden worden sei. Es finde in der Begegnungsstätte Nordhorner Platz statt. Die Stadt werde das Blasmusikfest mit bewerben und in das Stadtfest-Faltblatt aufnehmen.

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