Festlicher Lichtl-Verkauf füllt Kasse für Tierheim auf

Volle Näpfe, warme Unterkünfte und mehr: Dafür sollen Erlöse, die bei einer Feier in Unterheinsdorf erzielt wurden, sorgen. Ein Greizer spendete etwas Ungewöhnliches.

Unterheinsdorf.

Viele Besucher, die gestern zum Lichtl-Fest ins Unterheinsdorfer Tierheim kamen, fragten zuerst nach den niedlichen Welpen, die vor wenigen Tagen für Schlagzeilen in der "Freien Presse" sorgten. Drei von ursprünglich vier Tierchen konnte Tierheimchefin Andrea Thomas den Gästen noch zeigen. Zwei davon sind bereits vermittelt.

Erstmalig lud die Tierheimleiterin zu einer Veranstaltung um die Weihnachtszeit in die Einrichtung ein. "Ich wollte gern ein Fest veranstalten. Die Weihnachtszeit bietet sich dafür an. Gerade jetzt wollen viele Menschen helfen und etwas Gutes tun. Wir haben uns extra für den zweiten Advent entschieden, weil heute nicht so viele Veranstaltungen in der Umgebung sind", so Andrea Thomas. In erster Linie dienen die Aktivitäten dem Akquirieren von Spenden. "Wir verkaufen Teelichte, haben ein Glücksrad aufgebaut und bieten Kaffee und Kuchen an. Alle Erlöse kommen dem Tierheim zugute", erläuterte sie.

Eine ungewöhnliche Spende hatte DJ Felix Michalski aus Greiz mitgebracht. Er moderierte ehrenamtlich am Nachmittag, begrüßte die Besucher und kümmerte sich um die Musik.

Für das Tierheim geht laut Auskunft der Leiterin ein Jahr mit mehr Höhen als Tiefen zu Ende. "Wir konnten sehr gut vermitteln", sagte sie. Lange Aufenthalte seien für die vierbeinigen Insassen in Unterheinsdorf eher die Ausnahme. Lediglich Denver, ein reinrassiger Epagneul Bretone, wartet noch auf die passenden Besitzer. "Das ist ein ehemaliger Jagdhund im Rentenalter, aber fit wie ein Turnschuh. Er verlangt seinen künftigen Besitzern schon einiges ab und muss auf jeden Fall gut beschäftigt werden", berichtete die Leiterin. Auch Hund Rick, ein Mischling älteren Semesters, hofft noch auf hundeerfahrene Menschen mit einem großen eingezäunten Grundstück, sagte sie. Doch die Mehrzahl der Tiere finde recht schnell ein neues Zuhause. Im Durchschnitt vermittelt das Tierheim, das der Tierschutzliga Stiftung Tier und Natur angehört, im Jahr 150 Katzen und 80 Hunde.

Andrea Thomas hat die gute Erfahrung gemacht, dass ihre Interessenten keine Abneigung gegen eine bestimmte Fellfarbe oder Größe haben. "Ich vermittle große schwarze Hunde genauso gut wie schwarze Katzen." Manche Tierliebhaber kommen immer wieder ins Tierheim, um sich nach einem treuen Begleiter umzuschauen. Tiervermittlung in der Weihnachtszeit ist für viele Heime ein heißes Eisen. Manche geben in dieser Zeit gar keine Schützlinge ab. Andrea Thomas handhabt das auf ihre eigene Weise. "Wenn erkennbar ist, dass es sich nicht um ein unüberlegte Geschenk handelt, gebe ich auch jetzt Tiere ab, denn um Weihnachten herum haben viele Leute Urlaub", erklärte sie. "Das ist eigentlich eine gute Gelegenheit für das Tier, sich in seiner neuen Familie einzugewöhnen. Anderenfalls bitte ich die Leute, nach Weihnachten wiederzukommen."

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