Flüchtlingszüge: Große Resonanz nach Aufruf

Die von Stephan Hösl geplante Feierstunde im Bahnhof findet Anklang - Gezeigt wird dort auch ein Doku-Drama

Reichenbach.

Der vom Reichenbacher CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Hösl jüngst veröffentlichte Zeitzeugen-Aufruf zu den Wendeereignissen in Reichenbach im Hinblick auf eine Feierstunde im Bahnhof hat eine große Resonanz ausgelöst. "Es wird viel Material da sein, um die Ausstellung angemessen gestalten zu können. Es gibt auch Zeitzeugen, die dabei sein werden", sagte der Abgeordnete auf Nachfrage.

Stephan Hösl plant Ausstellung und Feierstunde für den 3. Oktober im längst geschlossenen Schalterraum. Um den Ort des Gedenkens nutzen zu können, nimmt der Abgeordnete Kontakt mit dem Besitzer des längst von der Bahn verkauften Bahnhofs auf. Dort und vor dem Bahnhof hatten sich vor 30 Jahren teilweise dramatische Szenen vor und während der Ankunft der Sonderzüge abgespielt, die DDR-Flüchtlinge von Prag nach Hof brachten. Trotz aller Sicherungsmaßnahmen gelang es dabei einem Trio aus Reichenbach, auf einen der Züge aufzuspringen. Auch dieser Teil der Ereignisse spielt bei der Feierstunde eine Rolle - gezeigt wird unter anderem das 90-minütige, teilweise in Reichenbach gedrehte Doku-Drama "Zug in die Freiheit".


An der Vorbereitung der Veranstaltung beteiligen sich etwa Schüler des Gymnasiums, das Stadtarchiv sowie mehrere Zeitzeugen. Die Feierstunde soll dem Austausch und dem Gedenken dienen. (gem)

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