Fränkischer Tausendsassa stellt in Reichenbach aus

Gestern noch in New York, heute schon in Reichenbach. Werke von Gerd Kanz sind ab Freitag im Neuberinhaus zu sehen.

Reichenbach.

Gerd Kanz ist Maler und Bildhauer zugleich. Pulsierende Farbästhetik und die ungewöhnliche Raffinesse der Oberflächenstruktur lassen die Begegnung mit seinen Bildern zum visuellen Erlebnis werden. Ab Freitag, 1. November, präsentiert die Kunsthalle Vogtland Tafelbilder und Bildskulpturen des 1966 in Erlangen geborenen und in Untermerzbach (Franken) und Griechenland lebenden Künstlers im Foyer des Neuberinhauses.

Der namensgebende Brückenschlag der Ausstellung, die bis 12. Januar zu sehen sein wird, vollzieht sich dabei nicht nur zwischen den Objekten - Bild, Tafelbild, Bildskulptur und Plastik. Auch verschiedene thematische Werkphasen des Künstlers werden in der Schau nebeneinandergestellt. "Neben architektonischen und floralen Motiven treten aus dem Gefüge abstrakter Linien einiger Werke Flügelgestalten hervor, die an Libellen oder andere Insekten erinnern", so der Künstlerische Leiter des Vereins, Frank Lorenz. "Es bedarf Zeit, in die Welten von Gerd Kanz einzutauchen. Nimmt man sie sich, wird die Begegnung mit seinen Objekten zu einem einzigartigen visuellen Erlebnis." Kein Wunder also, dass Kanz international regelmäßig mit Einzelausstellungen unter anderem in New York und Amsterdam erfolgreich vertreten ist. Etliche hochkarätige Preise hat er ebenfalls gewonnen.

Mit dieser Schau neigt sich auch ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Ausstellungsjahr dem Ende zu. Severin Zähringer, Vorsitzender des Fördervereins: "Neben drei Hauptausstellungen im Neuberinhaus unter anderem mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass im Frühjahr sowie großformatigen Fotografien von Gino Dambrowski im Sommer, beteiligte sich die Kunsthalle Vogtland dieses Jahr auch an anderen Kunstprojekten. Zum Beispiel der Spurensuche im Bauhausjahr mit verschiedenen Veranstaltungen und an dem zweifelsohne absoluten Höhepunkt der Ibug im alten Bahnbetriebswerk im August."

Die Vernissage am Freitag beginnt 19Uhr mit einer Laudatio des Kunsthistorikers Matthias Liebel. Musikalisch wird die Eröffnung von dem Zwickauer Pianisten Jakob Maas und dem Schlagzeuger Christian Schmidt umrahmt. Der Eintritt ist frei. (nie)

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