Funkmast für Brunn ist Thema im Rat

Trotz Protest empfiehlt Verwaltung Zustimmung

Auerbach.

Seit eineinhalb Jahren wird im Auerbacher Stadtteil Brunn über einen Mobilfunkmast diskutiert, den die Telekom dort errichten will. Anwohner versuchen seit dem, dies zu verhindern - unter anderem in Form einer Unterschriftensammlung. Ende März ging bei der Unteren Bauaufsicht der Stadt Auerbach nun ein konkreter Bauantrag ein, die Kommune muss nun eine Stellungnahme abgeben, der Stadtrat sein gemeindliches Einvernehmen erteilen oder nicht.

Trotz der Proteste unter den Brunner Anwohnern und aktuell eines nachbarschaftlichen Widerspruchs empfiehlt die Stadtverwaltung dem Gremium die Zustimmung zu erteilen. Das geht aus der Beschlussvorlage dafür hervor. Die vorliegenden Einwände zum Bauantrag seien keine Voraussetzung für eine Ablehnung, heißt es darin. Am Montag soll der Stadtrat darüber entscheiden.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der geplante Mobilfunkmast in Brunn im Zusammenhang mit dem bundesweiten 4G-Netzausbau nicht der einzige ist, der auf Auerbacher Gebiet geplant ist. Ende vergangenen Jahres hat laut Stadtverwaltung auch der Netzbetreiber Vodafone Planungen für neue Funkmasten in Schnarrtanne und Beerheide angezeigt. Einer davon würde nur rund 530 Meter vom geplanten Telekom-Mast in Brunn entfernt liegen. Darüber herrscht im Rathaus Kopfschütteln. Netzbetreiber sollten besser miteinander kooperieren, heißt es.

Weitere Themen in der Ratssitzung am Montag sind: die Neubesetzung von Ausschüssen, was noch auf das Ausscheiden eines AfD-Rates Ende 2019 zurückgeht, aufgrund der Coronakrise aber vertagt werden musste. Das Gremium tagt ab 17 Uhr in der Schloss-Arena. (suki)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.