Gala-Auftritt für Reichenbacherin

Die Weinhold-Schülerin Selina Tulasoglu war zur Deutschland-Veranstaltung der Unicef nach Köln eingeladen. Nun probt sie für den nächsten Schritt.

Reichenbach.

Gesangstalent Selina Tulasoglu ist aus Köln mit vielen neuen Eindrücken zurückgekehrt. Sie war mit ihrem Gesangslehrer Sven Pfretzschner und Mutter Inci Doymus an den Rhein gefahren, um bei der Deutschland-Gala des Kinderhilfswerks Unicef der Vereinten Nationen aufzutreten. Dort stand sie gemeinsam mit Künstlern aus aller Welt auf der Bühne.

Nun, bei ihrer ersten Gesangsstunde nach dem Auftritt, ist sie noch begeistert: "Es waren wirklich tolle Stimmen dabei, Wahnsinn", meint die 15-Jährige und nennt als erstes Eric Reed aus den USA, der einen Stimmumfang von fünf Oktaven hat. Die Weinholdschülerin: "Bei solchen Events gibt es keine Unterschiede. Alle betrachten sich als normale Menschen und gehen auch so miteinander um. Manche sind eben bekannter und es ist ein schönes Gefühl, wenn man dazugehört."

Organisator Heribert Klein hatte bei der TV-Sendung "Voice Kids" nach Talenten Ausschau gehalten und drei junge Künstlerinnen aus der Staffel ausgewählt, in die Reichenbacher Sängerin dieses Jahr grandios gescheitert war. Selina Tulasoglu: "Er nimmt nicht unbedingt die Finalisten oder von ehrgeizigen Eltern angetriebene Kinder. Er schaut nach Menschen, die bodenständig und Sympathieträger sind. Dabei guckt er auch auf Eltern und Begleiter." Gesangslehrer Sven Pfretzschner schwärmt von der Atmosphäre, die ein harmonisches Miteinander ausstrahlte und fast etwas Familiäres hatte. Die Gala im großen Ballsaal des Maritim Hotels in Köln setzte dem noch etwas drauf. "Wir waren gleich am Anfang dran, denn da wir noch nicht volljährig sind, dürfen wir nach 22 Uhr nicht mehr auftreten", so Selina Tulasoglu. Zuerst sangen die ehemaligen "Voice-Kids" Marie-Sophie Keßler und Sara Ergec jeweils einen Titel. Selina Tulasoglu folgte mit "Hero" von Maria Carey. Dann stimmten alle drei Leonhard Cohens berühmtes "Hallelujah" an. Die Reichenbacher Sängerin: "Man hat schon gemerkt, dass wir nicht viel Zeit zum Üben hatten." Ein bisschen Lampenfieber kam auch dazu. Am Ende standen alle Mitwirkenden mit dem Song "We are the World" auf der Bühne.

Es blieb auch Zeit für Gespräche mit Künstlern, Organisatoren und Gästen. Dabei wurden Fotos mit den Unicef-Botschafterinnen Nina Ruge (TV-Moderatorin) und Marie-Luise Marjan (bekannt durch die Rolle der Mutter Beimer) geschossen. "Das Publikum war toll. Zwischen den Programmpunkten wurde getanzt. Schon beim ersten Takt der Musik war die Tanzfläche voll", fiel Sven Pfretzschner auf. Er hörte viel Lob über seine Gesangsschülerin und eine vage Andeutung, dass es kommendes Jahr wieder eine Einladung nach Köln gibt. "Ich bin ein Mensch, der am liebsten alles auf sich zukommen lässt. Man muss den Moment genießen und nicht immer vorausplanen, dann ist man auch nicht enttäuscht", so die junge Sängerin. Sie habe vor vier Jahren noch nicht an die Teilnahme bei "Voice Kids" gedacht und bis zur Einladung vor einem halben Jahr auch nicht an einen Gala-Auftritt vor 550 Gästen: "Ich bin stolz, dass ich es so weit geschafft habe und dabei sein durfte."

Nun wird für den nächsten Höhepunkt geprobt: Am 27. Januar tritt sie beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Zwickau an. Sie will weiterkommen bis zum Bundeswettbewerb.

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