Geballte Pannonia-Power im Vogtland

Das 25. Treffen von Fans der ungarischen Motorrad-Marke steigt in Taltitz - Organisator Jürgen Bär aus Unterheinsdorf rechnet mit 90 Teilnehmern aus ganz Deutschland.

Unterheinsdorf/Taltitz.

Die Jugendherberge Taltitz ist am Wochenende fest in der Hand von Liebhabern einer ganz speziellen Motorrad-Marke: Beim 25. Pannonia-Treffen an der Talsperre Pirk rollen Motorräder an, die von den 50er- bis in die 70er-Jahre auf der ungarischen Donau-Insel Csepel von der gleichnamigen Firma unter der Marke Pannonia produziert und in Ost wie in West verkauft worden sind.

Organisator Jürgen Bär von den Pannonia-Freunden Deutschland rechnet mit etwa 90 Teilnehmern aus allen Landesteilen. "Uns liegen Anmeldungen aus dem Norden genauso vor wie aus dem Alpenraum, auch aus Ungarn sind Pannonia-Freunde auf Achse ins Vogtland - ohne sie würde bei dem Treffen irgendwie etwas fehlen", berichtet der Oldtimer-Fan aus Unterheinsdorf vom großen Zusammenhalt der über halb Europa verstreuten Pannonia-Oldtimer-Gemeinde.

Die geballte Pannonia-Power im Vogtland mit Ausfahrt und Teilemarkt bietet eine einzigartige Möglichkeit, verschiedene Modelle des Oldtimer-Exoten bewundern zu können. "Darüber hinaus gibt es nirgendwo sonst so viel Pannonia-Wissen in konzentrierter Form. Wer etwas über Panonnia, die Maschinen oder die Ersatzteilbeschaffung wissen will, der ist in Taltitz richtig", versichert Jürgen Bär, der mit seiner vom Vater geerbten und vor ein paar Jahren zum Gespann erweiterten 250er am Start ist. Zudem zeigt der Organisator seine jüngst erworbene Zweizylinder P 20, die zu den wenigen nahezu im Originalzustand erhaltenen Maschinen einer legendären Motorrad-Schmiede gehört: Csepel produzierte Pannonias 20 Jahre lang nicht nur für den ungarischen Binnenmarkt, sondern fand beispielsweise auch in anderen Ländern des Ostblocks - vornehmlich in der DDR -, in Südamerika und sogar in Asien Absatz. Die Motorrad-Produktion des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1937 zurück.

Das Treffen in Taltitz beginnt am Freitag mit der Anreise und ersten Fachsimpeleien, am Samstag steht eine am Vormittag startende, mehrstündige Rundfahrt durchs Vogtland unter anderem über Grünbach, Klingenthal und Schöneck und zurück zur Talsperre auf dem Programm. An der Vogtland-Arena stoppt das Peloton länger, dort gibt's neben der Mittagspause eine Führung und ein Foto mit allen Teilnehmern. Gegen 16, 17 Uhr startet der Pannonia-Teilemarkt an der Jugendherberge. Sogar an Erinnerungs- T-Shirts haben die Organisatoren um Jürgen Bär gedacht: "Jedermann ist zu unserem Treffen eingeladen, mehr Pannonia geht nicht."

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