Geld knapp für Teichsanierung

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Das zur Verfügung stehende Geld reicht nur, um den mittleren Dorfteich in Limbach auf Vordermann zu bringen. Aber auch weitere Löschwasserreservoire müssen saniert werden.

Reimersgrün/Limbach.

Die anstehende Sanierung des mittleren Teiches in Limbach war zur Sitzung des Gemeinderates für Alexander Dietzsch (Freie Wähler) aus Reimersgrün Anlass, die ebenfalls, aus seiner Sicht nötige Sanierung des Reimersgrüner Löschwasserteiches anzusprechen. Er sagte es so: "Wenn in Limbach eine nicht geplante Sanierung ohne Fördermittel möglich ist, muss das doch auch in Reimersgrün möglich sein. Der Teich müsste genauso dringend entschlammt werden."

Bürgermeister Bernd Damisch gab Dietzsch zwar im Wesentlichen recht, erklärte aber, dass die Gemeinde die Teichsanierung über die pauschale Zuwendung des Freistaates Sachsen abdecken möchte. Nach bisherigen Informationen soll es vom Freistaat nun im vierten Jahr in Folge 70.000 Euro zur freien Verfügung geben. Für die verbleibende Summe möchte die Gemeinde eine der Fußgängerbrücken über den Limbach sanieren. Nötig wäre aber die Sanierung aller vier Brücken. Das Geld reicht jedoch vorerst nur für eine dieser Überquerungen. So ähnlich verhalte es sich auch mit den Teichen in den Ortsteilen. Jeder würde eine Sanierung brauchen. Damisch sagt: "Das ist aber finanziell nicht lösbar. Hätte der Pächter nicht den Teich abgelassen, hätte es auch hier keine Sanierung gegeben."

Für die Instandsetzung des mittleren Teiches vergaben die Gemeinderäte nachträglich einen Auftrag an ein Limbacher Unternehmen. Den Beschluss wollten die Mitglieder des Gremiums ursprünglich schon im Dezember fassen. Die letzte Sitzung des Rates fiel allerdings wegen der Coronapandemie aus. Stattdessen hatten die Räte online Zustimmung zur Auftragsvergabe signalisiert. Für 28.560 Euro räumt die Firma den Schlamm aus dem Teich und saniert die Mauer, sowohl an der Spielplatzseite als auch die Befestigung der Insel, auf der eine Weide steht. Die Mauer ist völlig unterspült. Dieser Schaden trat ans Tageslicht, nachdem der Pächter des Teiches im Herbst das Wasser zur Entnahme der Fische abgelassen hatte. In der Beschlussvorlage heißt es außerdem, dass es schwierig war, eine Firma mit freien Kapazitäten zu finden.

Der Plan, im Januar zu beginnen, ging nicht auf. Regen und Schnee verhinderten das Austrocknen des Schlammes. Da der Schlamm beim Abtransport gewogen wird und sich der Preis nach dem Gewicht richtet, wäre trockenes Wetter von Vorteil. Kalkuliert sei mit 200 Tonnen. Erschwerend komme laut dem Bürgermeister hinzu, dass Oberflächenwasser in den Teich läuft. "Wir müssen versuchen, dieses Wasser direkt in den Limbach zu pumpen", kündigt der Bürgermeister an.

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