Gemeinderat bringt Kita-Neubau auf den Weg

Auftrag geht für etwa 350.000 Euro an Planer aus Zwickau

Neumark.

Die Errichtung eines neuen Kindergartens in Neumark ist ein Stück nähergerückt. Der Gemeinderat hat in seiner Sondersitzung am Montagabend die Planungsleistungen an das weltweit tätige Büro Hoffmann.Seifert.Partner Architekten/Ingenieure mit einer Niederlassung in Zwickau vergeben. Da die Kosten auf etwa 350.000 Euro ohne Umsatzsteuer geschätzt wurden und damit der Schwellenwert von 210.000 Euro überschritten war, musste öffentlich ausgeschrieben werden. Zehn Unternehmen hatten sich beworben. Der Gemeinderat hatte in einer Sondersitzung sechs ausgewählt. Sie durften ihre Honorarvorstellungen einreichen. Planer Ralf Bräunel, vier Gemeinderäte und Marion Dick, Bauamtsleiterin der Gemeindeverwaltung, führten an zwei Tagen Verhandlungen durch und stellten ein Ranking auf. Das Büro in Zwickau ging als Sieger hervorging. Der Auftrag umfasst drei Lose, in denen die Architektenleistung, die Gebäudeplanung, die Planungen für Heizung und Sanitär, die Tragwerksplanung sowie die bauphysikalische Planung enthalten sind. Fünf Büros hatten sich um alle drei Lose beworben, die übrigen um Einzellose. Die Gesamtinvestitionssumme für den Kindergarten liegt bei 2,8 Millionen Euro.

Zuvor hatten die Gemeinderäte die Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Sportverein SpVgg 1862 Neumark beschlossen. Der neue Kindergarten soll 2020/2021 auf dem unteren Sportplatz gebaut werden, den der Verein nutzt. Im Grundbuch war dafür ein Nutzungsrecht eingetragen, das gelöscht werden muss. Künftig soll ausschließlich der obere Sportplatz am Mühlweg für sportliche Zwecke dienen. Die Gemeinde verpflichtet sich, diesen Platz ab 2022 zu sanieren und zu modernisieren. Außer dem Fußballfeld sollen auch moderne Anlagen für den Schulsport entstehen. Dafür sollen Fördergeld und Eigenmittel der Kommune bevorzugt eingesetzt werden. Gemeinderat Benno von Römer (CDU) äußerte Bedenken: "Wenn ich Vorstand des Sportvereins wäre, würde ich dem nicht zustimmen, denn es gibt keine Garantie." - "Aber Sie sind Gemeinderat", entgegnete der amtierende Bürgermeister Siegfried Kluge (FDP). Daraufhin stimmte auch von Römer der Vereinbarung zu.

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