Gericht lehnt Schadenersatz nach Beinschuss bei Einbruch ab

2015 wurden zwei Männer während eines Einbruchs an der Agrargenossenschaft verletzt. Ein Mann verlangte Schmerzensgeld von den Bundesländern Sachsen und Thüringen. Nun fiel ein Urteil.

Zwickau/Unterheinsdorf.

Urteil in Sachen Schadenersatzklage gegen die Bundesländer Sachsen und Thüringen in Folge eines Polizeieinsatzes vor fünf Jahren am Sitz der Agrargenossenschaft in Unterheinsdorf, bei dem zwei Männer während eines Einbruchs angeschossen wurden: In dem Zivilverfahren am Landgericht Zwickau wies der Richter am Dienstag die Klage eines der Männer ab. Demnach hätten die Beamten nicht rechtswidrig von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Das genau hätte der Kläger nach in Zivilprozessen geltenden Regeln beweisen müssen. "Diesen Beweis konnte der Kläger nicht zur Überzeugung des Gerichts erbringen", heißt es in einer Medieninformation des Gerichts. Außerdem sei die Klage nicht vor Ablauf der Verjährungsfrist an die zuständige Stelle eingereicht worden. Der Kläger kann innerhalb eines Monats beim Oberlandesgericht Dresden Berufung einlegen. (gem)

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