Gesundheitstag: Mit vielen, vielen Tipps zurück zu den Wurzeln

Beratung von Fachleuten an 16 Ständen, Hilfe und Vorträge: Vor allem die ältere Generation schätzt dieses Angebot.

Reichenbach.

Geballte Informationen zum Thema Gesundheit, Verbraucherschutz und Wohlbefinden erwartete die Besucher an 16 Ständen auf dem Gesundheitstag, zu dem am Samstag der Verein "Netzwerk Gesundheit Reichenbach" eingeladen hatte. "Für die Besucher ist der Gesundheitstag eine gute Gelegenheit, kompakte Informationen zu verschiedenen Themen zu erhalten", so Benedikt Lommer, der zweite Vorsitzende des Vereins. Der Verein gestaltete ein vielfältiges Programm mit Vorträgen zu den unterschiedlichsten Themen. Dieses Mal ging es unter anderem um Pflege und Vorsorge. Außerdem gab es Informationen zur Alterskrankheit Demenz. Ein anderer Vortrag ging auf die Krankheit Tinnitus ein, dauerhafte Ohrgeräusche, die den Alltag der Betroffenen beeinträchtigen.

"Die Vorträge sind gut besucht. Etwa 20 Gäste hören jeweils zu", so Lommer. Das Netzwerk Gesundheit lädt auch oft auf den Markt ein. Dort werden naturgemäß durch die hohe Frequentierung der Stadtmitte mehr Besucher auf die Veranstaltung aufmerksam. Im Herbst biete jedoch ein großes, beheizbares Gebäude wie die Begegnungsstätte viele Annehmlichkeiten. "Außerdem sind wir mit diesem Standort an unsere Wurzeln zurückgekehrt, denn einer der ersten Gesundheitstage fand ebenfalls hier statt", sagte Lommer.

Neben den Vereinsmitgliedern, die sich regelmäßig an dem zweimal im Jahr stattfindenden Gesundheitstag beteiligen, stoßen immer wieder andere Anbieter als gern gesehene Gäste dazu. Am Samstag war das in der Altenbegegnungsstätte am Nordhorner Platz unter anderem Mirjam Klose aus Brunn, die nicht nur Produkte aus Alpakawolle mitgebracht hatte, sondern auch gleich zwei Alpakas, die als Blickfang im Hof das Interesse der Besucher auf sich zogen. Die gesundheitlich wertvollen Eigenschaften der Alpakawolle seien weitgehend unbekannt, berichtet Mirjam Klose, weshalb sie oft erst einmal in ausführlichen Gesprächen die Gäste informiert. "In Bettdecken aus Alpakawolle schwitzt man nicht. Alpakawolle hat fünfmal bessere Wärmeeigenschaften als Schafwolle", nennt sie Vorzüge. Viele ihrer Produkte bezieht sie direkt aus Peru, denn die Heimat der Alpakas ist Südamerika. Die Wolle ihrer Tiere, die in Brunn auf der Weide stehen, lässt Mirjam Klose in Sachsen verarbeiten.

Auch am Stand der Verbraucherzentrale Auerbach blieben die Besucher interessiert stehen. Die Leiterin Heike Teubner hatte neue Angebote mitgebracht. "Wir bieten jetzt auch Hausbesuche an. Das kommt besonders bei älteren Leuten gut an, die nicht mehr mit dem Bus bis Auerbach fahren können." Ihre neue Mitstreiterin Kristin Schreiter hielt einen der vielen Vorträge, die den Gesundheitstag bereicherten. "Ich spreche über Dienstleistungen im Wohnbereich. Die meisten denken dabei zuerst an Putzen. Das Spektrum ist aber wesentlich größer", sagt die junge Frau und zählt auf: "Gartenpflege, Haustierpflege, Einkaufen. Ich berichte bei meinem Vortrag über die richtige Vertragsgestaltung."

Am Stand von Christina Gohr, die als Vorstandsmitglied den Blinden- und Sehbehindertenverein repräsentierte, konnten Menschen mit Sehschwäche unter anderem ein Lesegerät ausprobieren oder sich über andere Blindenhilfsmittel informieren. "Unser Angebot zum Gesundheitstag wird immer sehr gut angenommen", ist Christina Gohr mit der Resonanz zufrieden.

Gisela Müller aus Reichenbach, die zum ersten Mal zum Gesundheitstag gekommen war, lobte die Vielfalt der Angebote: "Hier bekommt man sehr viele verschiedenen Informationen. Ich wollte mich eigentlich nur über Wohnen im Alter informieren, habe aber auch viele andere Dinge entdeckt, die ich interessant finde."

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