Glasfaseranschlüsse für 1500 Grundstücke in Lengenfeld

Mit dem schnellen Internet geht's in der Kernstadt und einigen Ortsteilen jetzt flott. Um zu profitieren, müssen Eigentümer jetzt jedoch etwas tun.

Lengenfeld.

Neben 22 anderen vogtländischen Kommunen kommt Lengenfeld in den Genuss des Breitbandausbaus. Alle Inhabern von Telefonanschlüssen, die auf der aktuellen Vorhabenliste stehen, erhalten eine schnelle Internetverbindung. Der Anschluss erfolgt kostenlos.

Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) informierte die Öffentlichkeit während der jüngsten Stadtratssitzung darüber. Insgesamt 1500 Grundstücke in Lengenfeld und den Ortsteilen bekommen den neuen Glasfaseranschluss, mit dem Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit möglich sind.

Die Hersteller preisen die Technologie als innovativ an und versprechen schnelle, stabile Internetverbindungen mit hohem Datendurchsatz. Für private Haushalte, aber auch für geschäftliche Nutzer bedeutet das eine Verbesserung sämtlicher Nutzungsmöglichkeiten vom Shopping, übers E-Mail versenden, Webcam-Chats bis hin zum Video schauen - alles soll zuverlässiger und besser funktionieren als mit herkömmlicher Technik.

Derzeit nutzen die meisten Anschlussinhaber Kupferkabel. Diese sollen durch Glasfaserkabel ersetzt werden. Glasfaserkabel bestehen aus geschmolzenem Quarzglas. Diesem Material eilt der Ruf voraus, die Daten schneller und verlustärmer zu übertragen als Kupferkabel.

Sachsen und der Vogtlandkreis wollen beim Umstellen auf das neue Material Vorreiter sein. Die Finanzierung übernehmen Bund und Land. Die Kommune sollte ursprünglich zehn Prozent der Ausbaukosten tragen. Das ist vom Tisch. Den Eigenanteil der Gemeinden übernimmt der Freistaat Sachsen.

Die Ausschreibungen sind bereits gelaufen. Im nördlichen Vogtland hat die Telekom den Zuschlag erhalten. Schon im nächsten Jahr soll es losgehen, bis Mitte 2020 ist der Abschluss des Projekts geplant. Nun schickt Lengenfelds Stadtverwaltung Briefe an Grundstücksbesitzer, die ein Glasfaserkabel bekommen können. "Wir benötigen eine unterschriebene Zustimmungserklärung", erläutert Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld).

Dem Schreiben liege eine Informationsbroschüre des Vogtlandkreises bei. Eigentümer, die dem Umrüsten nicht zustimmen, versäumen die Möglichkeit des kostenlosen Anschlusses, denn: "Wer sich erst später entschließt umzurüsten, muss das Glasfaserkabel bezahlen", sagt Bachmann.

Vor allem die Dörfer Abhorn und Wolfspfütz sowie das Gewerbegebiet Grüner Höhe profitieren vom schnellen Internet, aber auch große Teile der Stadt, ausgenommen das Gebiet um die Auerbacher Straße und auch das Rathaus selbst - die sind in dieser Ausbaurunde nicht dabei. Waldkirchen, Weißensand, Pechtelsgrün, Schönbrunn und Plohn erhielten bereits vor fünf Jahren einen verbesserten Internetzugang und müssen sich bis zu einem weiteren Ausbauschritt noch ein wenig gedulden, so Bachmann. "Jetzt sind die Stadt- und Ortsteile an der Reihe, bei denen weniger als 30 Megabit anliegen." Jetzt nicht berücksichtigte Anschlüsse sollen in einer nächsten Förderrunde bedacht werden. "Wir haben diese Gebiete, die wir jetzt noch als weiße Flecken bezeichnen, schon angemeldet."

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