Gruseln im Freizeitpark mit Mundschutz und hinter Plexiglas

Ein aufwändiges Hygienekonzept und ein Team von engagierten jungen Leuten steckt hinter der Zone 22. Ostdeutschlands größte Halloween-Attraktion hat einiges zu bieten.

Plohn.

Seit der Freizeitpark Plohn zu den drei Halloween-Nächten im Oktober auch seine Zone 22 öffnet, hat das Gruseln eine neue Dimension erreicht. In drei Labyrinthen zu unterschiedlichen Themen warten 40 Erschrecker auf arglose Gäste, die natürlich extra wegen diesem Gruseleffekt das Zusatz-Ticket erworben haben. Zum Auftakt der Gruselnächte am Sonnabend lieferte das Wetter mit Nebelschwaden eine passende Kulisse.

Beim Gang durchs Labyrinth über unwegsames Gelände verschwanden die Besucher streckenweise im dunklen Nichts, bis vor ihnen, ebenfalls wie aus dem Nichts, eine dieser schrecklichen Gestalten mit Kunstblut im Gesicht oder einer knatternden Kettensägen-Attrappe in der Hand auftauchte. So manches junge Mädchen schrie auf und fühlte sich wohlig gegruselt. So auch die 15-jährige Lilly aus Auerbach, die das erste Mal in der Zone unterwegs war und von vielen Schrecksekunden beim Gang durchs Labyrinth berichtete. Auch ihr Begleiter, der 17-jährige Jan aus Rodewisch, war beeindruckt vom Ambiente, wie dem Schrottplatz mit Autowracks. Kevin Lippold, Erschrecker mit einem abgetrennten Plastikarm in der Hand, fand Spaß daran, Teil des Gruselns auf diesem Gelände sein zu können. "Ich bin dieses Jahr das zweite Mal dabei. Man muss Spaß daran haben und dazu stehen", machte er deutlich. Da sich die Zone 22 der Gruselmeile innerhalb des Freizeitparks ständig weiter- entwickelt, wuchs zahlenmäßig auch das Erschrecker-Team.

Was sich hinter den Kulissen abspielt, bemerkt der Besucher kaum. Soll er auch nicht, denn für den Gast stehe das Erlebnis im Mittelpunkt, betont Freizeitpark-Inhaber Jan Völkel und berichtet: "Gleich nach den Sommerferien haben wir begonnen, das Gelände aufzubauen. Vier Leute waren mehrere Wochen beschäftigt." Ein aufwändiges Hygienekonzept begleitet diesen Aufwand. Abstand müssen die Erschrecker zu den mundschutztragenden Gästen halten. Manche stehen deshalb sogar hinter Plexiglasscheiben.

Corona habe dieses Jahr ein großes Loch in die Park-Kasse gerissen, sagt Völkel unter Verweis auf weniger Besucher und hohe Kosten für Hygieneauflagen: "Ein solches Jahr kann ein Freizeitpark überstehen. Noch so eines, dann wird es kritisch". Er hofft, dass noch viele Besucher das Programm genießen.

Der verregnete Samstag bremste den Ticketverkauf schon ein wenig. Für die folgenden Wochenenden sehen die Buchungen aber ganz gut aus, so Völkel. Mit Botschaften, wonach ab sofort alle besser zu Hause bleiben sollen, ist Völkel deswegen nicht sonderlich glücklich. Schließlich tue der Freizeitpark alles Mögliche, für einen sicheren Aufenthalt der Besucher. Dazu gehören neben eingeschränkten Besucherzahlen und das Buchen von Extratickets, um die Besucherströme zu lenken.

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