Gymnasiasten legen gekonnten Auftritt hin

Beim Weihnachtskonzert des Reichenbacher Goethe-Gymnasiums blieb in der Mylauer Stadtkirche kaum ein Platz frei. Das Programm bot nicht nur Musikalisches.

Mylau.

Kräftiges und Zartes, Vertrautes und fremd Anmutendes, Berührendes und Verschmitztes -all das vereinte mühelos das Weihnachtskonzert des Reichenbacher Goethe-Gymnasiums Freitagabend in der fast restlos gefüllten Mylauer Stadtkirche. So ließen zu Beginn Michelle Weck, Felix Koppe und Lukas Schröter bei bekannten Weihnachtsweisen ihre Trompeten strahlen. Ein Stück später erhielt das Gitarrentrio Clara Härtel, Amy Seifert und Hannes Dorn für seine dezent vorgetragenen barocken Tanzstücke kaum weniger Beifall. Weitere Instrumental-Ensembles des Abends waren Marco Elsners bestens harmonierende Akkordeongruppe Tastra und eine bestechend musizierende Blockflötenformation, die ein virtuoses Solo hinlegte, sowie den von Dr. Sabine Scurt geleiteten Chor der fünften bis achten Klassen unterstützte.

Das Gesangsensemble der Jüngsten erfreute durch sauberen, mehrstimmigen Gesang sowie eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit bei der Interpretation von Liedern aus aller Welt. So war bei "A la Nanita Nana" ein kräftiger Hauch spanischen Temperaments zu spüren, während in dem russischen "Lauschet, höret in die Stille" die Weite des Riesenlandes fühlbar wurde.

Weitere drei Chöre waren am Freitag zu erleben. So meisterte der Chor der Klassen neun bis zwölf unter Leitung von Thomas Herrmann eine Version von "Süßer die Glocken nie klingen", die das reizvoll Unberechenbare des Glockenklangs einfing. Auch ein mehrere Solisten präsentierendes Chorstück, das Johann Sebastian Bachs "Air" und weihnachtliches Liedgut verband, offenbarte hohes musikalisches Niveau. Achtbar schlug sich der Chor des Grundkurses Musik der Klassen elf, der sich mit sichtlichem Vergnügen englischsprachigen Songs widmete, und ebenso ein gleichfalls Freude ausstrahlender Chor, der gut 30 Lehrerinnen und Lehrer vereinte und sich bei einprägsamen Liedern wie "Advent ist ein Leuchten" bewährte.

Die von Andrea Förster vorbereitete Sprechergruppe lockerte die Programmfolge durch gelungene Rezitationen auf. Die Schulband, die Sven Pfretzschner betreut, stand für einen Sound, der geprägt ist von kehligem Blues- und Soulgesang sowie einer rhythmisch präzisen, klar strukturierten Begleitung. Am reibungslosen Ablauf sowie der ansprechenden Tonqualität des mit großer Zustimmung aufgenommenen Programms hatte André Martin (Technik) großen Anteil. Schulleiter Lutz Niepold vergaß in seinen bewegenden Dankesworten an die Mitwirkenden nicht, die erneute Gastfreundschaft der Mylauer Kirchgemeinde zu würdigen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...