Heinsdorf muss bei Investitionen abspecken

Die Gewerbesteuer sprudelt weit weniger stark als in den Vorjahren

Heinsdorfergrund.

Über Jahre konnte Heinsdorfergrund dank seines Gewerbegebiets auf sprudelnde Steuereinnahmen bauen und ambitionierte Projekte wie die Modernisierung der Grundschule angehen. Aufgrund ihrer Finanzkraft erhält die Gemeinde seit vier Jahren keine Schlüsselzuweisungen vom Land und muss stattdessen eine Ausgleichsabgabe in Höhe von etwa 380.000 Euro pro Jahr an den Freistaat zahlen. Doch die weiterhin guten Prognosen haben sich hinsichtlich der Gewerbesteuereinnahmen zumindest für das laufende Jahr nicht bestätigt. "Wir müssen mit dem Wegfall eines ordentlichen Batzens zurechtkommen", informierte Bürgermeisterin Marion Dick während der Ratssitzung am Montag.

Wie die Ortschefin sagte, fließen voraussichtlich um die 500.000 Euro weniger ins Gemeindesäckel. Geplant waren Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro. Ein Minus, das für die Investitionskraft der Gemeinde einen Dämpfer darstellt. Welche Auswirkungen dieser Umstand auf Vorhaben im Rahmen des aktuellen Doppelhaushaltes und darüberhinaus hat, darüber wollen sich Gemeinde und Gemeinderäte demnächst beraten. Dabei dürfte es auch um das Projekt Grundschule und die eher großzügig geplante Gestaltung der Außenanlagen gehen. "Möglich, dass wir zum Beispiel den Einbau der Löschwasser-Zisterne als kostenintensive Investition zurückstellen. Wir müssen generell schauen, wie wir damit umgehen", sagte die Ortschefin, ohne konkreter zu werden.

Sicher sei jedoch, dass am seit Jahrzehnten geforderten und für das nächste Jahr geplanten Ausbau der Straße durch Hauptmannsgrün keine Abstriche erfolgen - die Gemeinde ist dort etwa mit Straßenbeleuchtung und Gehwegbau beteiligt. "Jetzt müssen wir erstmal einen genauen Kassensturz machen, dann sehen wir weiter", sagte Marion Dick. Sie hofft, dass die Gemeinde durch den Wegfall der Einnahmen wieder Schlüsselzuweisungen vom Land erhält. Dies würde jedoch frühestens 2021 der Fall sein.

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