Höhenfeuer lodern - Freiluftsaison eröffnet

Treffen, Reden und Feiern - das machte Jung und Alt viel Spaß am Sonntagabend. In manchem Ort war es das erste Freiluftfest des Jahres.

Reichenbach/Netzschkau.

Veranstaltungen rund um die Höhen- oder Hexenfeuer gab es am Sonntagabend an vielen Orten der Region um Reichenbach, beispielsweise im Ortsteil Mylau, auch in Neumark, Heinsdorfergrund, Rotschau und Netzschkau. Tausende Menschen nutzten die Angebote, um bei Frühlingswetter ihre ganz persönliche Freiluftsaison zu eröffnen.

Im Neumarker Freibad hatte der Badverein zum zweiten Mal zum Höhenfeuer eingeladen: "Wir streben nicht die große Party an, sondern eine familienfreundliche Feier, bei der sich alle wohlfühlen", sagte Vereinschef Hans-Jürgen Schulz. Die Badfreunde hatten auf einem abgegrenzten Areal im Freibad viele Sitzgelegenheiten und eine große Spielfläche eingerichtet. Das Backen von Stockbrot war der Renner bei den Kindern. Die Badfreunde nutzten die Gelegenheit, um auf die wöchentlichen Arbeitseinsätze hinzuweisen. Das Freibad soll Anfang Juni geöffnet werden.

Knuth Sonntag von der Freiwilligen Feuerwehr Oberheinsdorf, die das Feuer zusammen mit dem Traditionsverein der Feuerwehr stemmte, sagte zum Angebot im Ort: "Wir halten am Altbewährten fest, das sich über die Jahre etabliert hat." Traditionell traten die Netzschkauer Musikanten auf, bevor der Maibaum aufgestellt wurde. Der von den Musikern angeführte Fackelumzug ging in Richtung Hauptmannsgrün, wo er sich mit den Hauptmannsgrünern vereinigte und zurück zum Feuerplatz in Oberheinsdorf führte. "Bei uns steht die Familie im Vordergrund", so der Feuerwehrchef. Deshalb wurden viele Beschäftigungen für Kinder angeboten, zum Beispiel das Kettenkarussell, zwei Hüpfburgen und Ballonmodelage. 52 Helfer von Feuerwehr und Verein haben das Fest auf die Beine gestellt. Das Geld wird für Vereinsaktivitäten verwendet. Das Höhenfeuer ist das erste Fest des Jahres in Oberheinsdorf, wo 2017 auch das Jubiläum "20 Jahre Traditionsverein Rollbock" gefeiert wird. In diesem Jahr gab es keinen Glühwein, sondern Glühbirne. Die Spezialität haben die Kameraden während eines Österreichaufenthaltes kennengelernt.

Eine zünftige Open-Air-Party haben die Unterheinsdorfer und ihre Gäste gefeiert. Viele Reichenbacher waren in den Nachbarort gekommen. Die Schalmeienkapelle hat den Fackelumzug angeführt, der am Feuerwehrgerätehaus endete. Dort wurde der Maibaum gestellt. Am Grill und den Versorgungsständen standen lange Schlangen.

Das kleinste Feuer der Region fand bereits zum achten Mal am Gärtnerhaus Mylau statt. Bei hausgemachter Gulaschsuppe sowie Mai- und Erdbeerbowle ließen es sich die Besucher im Kulturgarten unter der Burg gut gehen.

Seit Mitte der 1990er Jahre zünden die Rotschauer ihr Feuer auf der Alaunstraße an. In diesem Jahr könnte es zum letzten Mal gewesen sein. Uwe Kapke von der Freiwilligen Feuerwehr Rotschau sagte: "Wir haben vor zwei Wochen die Zusage vom Pächter bekommen, aber leider sind die Leute so unvernünftig, dass sie ihren Müll ablegen, darunter Plastiksäcke und alles Mögliche." Im vorigen Jahr waren sogar eingeschweißte Hackepeterpäckchen dabei. Die Feuerwehr muss den Müll entsorgen und die Kosten für die Ablage tragen. Deshalb wissen die Feuerwehrleute nicht, ob weiter Feuer an dem Standort stattfinden können.

Der Fackelumzug in Netzschkau führte von der Kindertagesstätte Märchenland zum Marktplatz, wo auch der Maibaum aufgestellt wurde. Das nicht ganz einfache Unterfangen hatten die Kameraden der Feuerwehr jedoch souverän gemeistert. Böllerschüsse und viel Beifall waren der Dank dafür. Der Maibaum mit den Zunftzeichen schmückt für die nächsten Monate den Markt.

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