Ikea macht Bogen um das Vogtland

Der schwedische Möbelriese will sich offenbar nicht in Plauen ansiedeln. Er setzt vielmehr auf Metropol-Regionen.

Plauen.

Die Betreiber des schwedischen Möbelhauses Ikea sind offenbar nicht daran interessiert, im Einkaufscenter Kolonnaden in Plauen eine Abhol-Filiale (sogenannte Pick-up-Points) zu errichten. Das sagte Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger jetzt auf Nachfrage. Im potenziellen Einzugsbereich des Unternehmens würden schlicht zu wenige Einwohner leben, erklärte Sorger.

Den Kontakt mit dem Möbelriesen hatte einst Stadtrat Ingo Eckardt (CDU) angeregt. Die Idee sei gewesen, Möbel und Einrichtungsgegenstände im Internet zu bestellen und diese im Stadtzentrum abzuholen, auch um die City zu beleben. Auch Simone Settergren, Ikea-Sprecherin erteilt dem Vogtland eine Absage - und zwar weiträumig: "Wir haben aktuell keine Pläne für Plauen oder im benachbarten Oberfranken."

Ikea werde vielmehr bei seiner weiteren Expansion in Deutschland künftig den Fokus auf Metropolregionen legen - etwa Köln, München und Hamburg. Innenstädte sollen ebenfalls mehr bedacht werden. "Hier gibt es erste Überlegungen für den Berliner Markt", so Settergren. Momentan habe Ikea Abhol-Stationen in Leipzig und Ravensburg. Weitere Pläne würden derzeit nicht bestehen. Es sei aber nicht so, dass die Firma keine Vorhaben habe. "Wir machen nur derzeit eine Denkpause, strukturieren uns neu", sagte die Sprecherin des in ganz Europa ansässigen Möbelhauses. Der für die Vogtländer nächstgelegene Händler befindet sich im Chemnitzer Neefepark.sasch

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