Impfen: Kommunen bieten ihre Hilfe an

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In den Verwaltungen von Netzschkau und Neumark können Einwohner Unterstützung beim Vermitteln von Terminen finden - und noch mehr.

Netzschkau/Neumark.

Die Stadtverwaltung von Netzschkau will Bürgern Priorität bei der Impfaktion unterstützen. Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein) sagt: "Ich habe Netzschkauer getroffen, die nicht über Internet verfügen und auch keine Verwandten hier haben, die ihnen helfen können." Wer dringend Hilfe benötigt, kann sich in der Stadtverwaltung melden.

Der Bürgermeister äußerte Unverständnis über schleppende Maßnahmen und zum Fehlverhalten von Bürgern. Dabei nannte er Beispiele: Personen würden trotz Quarantäne ihren Krankenschein in der Firma abgeben. Kundengruppen seien an einem Rosterstand ohne Spuckschutz und Hygienemaßnahmen gesehen worden. Er warnte vor Problemen mit Virusmutationen. Er kenne Menschen, die sehr plötzlich erkrankten. Es seien alle Altersklassen betroffen, auch Kinder. Der legere Umgang mit den Vorschriften bereite ihm Sorgen.

Gute Erfahrung mit der Hilfe für die Bürger hat Neumarks Bürgermeister Sven Köpp (FDP) gemacht. In der dortigen Verwaltung hatten sich 29 Einwohner gemeldet, denen ein Impftermin vermittelt werden konnte. Problem sei gewesen, dass die Information zu den Terminen sehr kurzfristig vom späten Nachmittag auf den nächsten Morgen kam und durch die Bürger ohne Hilfe in der Familie die Fahrt nach Eich oder Zwickau organisiert werden musste.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    GrauerWolf
    27.02.2021

    Den zweite Schritt vor dem Ersten tun...
    Es ist hochlöblich das es im Netzschkauer Rathaus eine Ansprechpartnerin gibt und wir können bestätigen, dass hier freundlich Hilfe angeboten wird. Es ist jedoch der zweite Schritt vor dem Ersten! Wenn alten Menschen der AK 80+ effizient geholfen werden soll, müssen diese Menschen proaktiv schriftlich auf dieses Beratungsangebot mit Ansprechpartner inklusive Telefonnummer angesprochen werden. Das ist der erste Schritt Herr Bürgermeister, nicht auf Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da oder öffentliche Medien hoffen, das funktioniert in der Alterspsychologie nicht. Da wirkt auch gelegentlich die Ansprache eines nahen Verwandten nicht. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das auf die Ihre jetzt angebotene Weise im Vertrieb agiere würde, wäre nach kurzer Zeit pleite.
    Sind sie einfach jetzt "Bürgermeister" im wahrsten Sinne des Wortes und schreiben sie proaktiv ihre hoch betagten Bürger und Bürgerinnen an!
    Meint Ihr Grauer Wolf