Irfersgrüner stellen Containerfund wieder in Dienst

Mit der Aufarbeitung einer Schlauchhaspel ist die 48-Stunden-Aktion des Vogtlandkreises mit mehr als 20 Aktivitäten und über 350 Beteiligten zu Ende gegangen. Die Irfersgrüner haben auch schon fürs nächste Jahr einen Plan.

Irfersgrün.

Ein Zufallsfund in einem Schrottcontainer hat für die Jugendfeuerwehr von Irfersgrün die zündende Idee gebracht, welches Projekt dieses Jahr im Rahmen der 48-Stunden-Aktion des Vogtlandkreises auf den Anmeldebogen zu schreiben ist: Eine alte Schlauchhaspel aus den 1960er Jahren wollen die jungen ehrenamtlichen Helfer wieder funktionstüchtig aufarbeiten. Die etwa 50 Jahre alte Haspel soll danach nicht etwa ins Museum, wie Max Schubert vom Nachwuchs-Team der Feuerwehr erklärt: "Die brauchen wir hier für unsere Feuerwehr, weil wir so etwas noch nicht haben." Toni Forbriger, der Jugendwart der Irfersgrüner Wehr, pflichtet dem Teenager bei: "Besonders, wenn wir über lange Strecken Schläuche auslegen müssen, ist die Haspel sehr nützlich. Sie hat Räder und kann per Anhängerkupplung an einem Fahrzeug befestigt werden."

150 Meter Schlauch passen auf die Haspel. Doch bevor das gute alte Stück wieder in Dienst gestellt werden kann, muss die Jugendfeuerwehr nochmals ran, denn innerhalb der jüngsten Aktion waren die Arbeiten nicht zu bewältigen. "Wir haben heute alle Teile auseinandergeschraubt und abgeschliffen", sagte Toni Forbriger am Samstag. Bis zum nächsten Jahr und zum nächsten 48-Stunden-Einsatz soll die halbfertige Schlauchhaspel allerdings nicht liegenbleiben. "Unser Wehrleiter Uwe Thümmler hat gesagt, dass wir die Haspel brauchen", ergänzte Max Schubert. Also wollen sich die Jugendlichen demnächst ein weiteres Mal treffen, um die Haspel wieder zusammenzubauen - auch wenn es für diesen Einsatz weder eine Urkunde, noch Gutscheine für Essen und Trinken und auch kein T-Shirt gibt; dies alles stellen nämlich die Unterstützer der gemeinnützigen Aktion zur Verfügung - das sind unter anderem der Vogtlandkreis, die Stiftung der Sparkasse und Unternehmer der Region.

Außerdem, so berichtete Frank Pauli, der ehrenamtliche Vorsitzende des Kreisjugendringes sowie Pfarrer von Waldkirchen und Irfersgrün, stehe auf der Agenda, dass ein Mitglied des Vorstandes sich persönlich bei den jungen Leuten sehen lässt. Mehr als 20 verschiedene Aktionen mit etwa 350 Beteiligten stehen in diesem Jahr in der Bilanz des Projektes. "Es machen in etwa immer gleich viele mit, mit einem leichten Trend nach oben", fasste Pauli die Ergebnisse der letzten Jahre zusammen. Ziel sei es in jedem Falle, etwas Bleibendes für die Allgemeinheit zu schaffen, betonte Pauli.

Auch die Jugendfeuerwehr Irfersgrün kann schon auf einige Jahre 48-Stunden-Mitwirkung zurückblicken. "2012 haben wir uns das erste Mal beteiligt und vier Linden gepflanzt und vier Bänke aufgestellt und bei einer Bank die Latten erneuert. Seitdem pflegen wir die Bänke und das Umfeld jedes Jahr", erzählte Toni Forbriger. Die Linden stehen an historisch bedeutsamer Stelle. Sie ersetzen die abgestorbenen, weil mehrere hundert Jahre alten Pestlinden. Diese hatten die Menschen im Mittelalter gepflanzt, als die Pest, die im Dorf viele Todesopfer forderte, überstanden war. Die Bäume sollten das Dorf künftig vor der Krankheit schützen.

Auch für die nächste 48-Stunden-Aktion im nächsten Jahr hat die Irfersgrüner Jugendfeuerwehr schon einen Plan. "Wir wollen eine Begrüßungstafel am Ortseingang aufstellen, etwa mit dem Text: ,Irfersgrün grüßt seine Gäste'", sagte der Jugendwart.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...