Irritationen um Mahnwache vor einstigem Volkshaus

Die Stadt lädt im "Anzeiger" für den 21. März und damit zu einem SPD-Termin ein - Der OB sagt: Sorry

Reichenbach.

Der 21. März als Jahrestag des Fliegerangriffs auf die Stadt 1945 sowie des Nazi-Sturms auf das spätere KZ Volkshaus 1933 vereint in Reichenbach seit langem politische Akteure aller Couleur im Erinnern und Gedenken. Nicht schlecht staunte daher SPD-Stadtrat Oliver Großpietzsch, als er in einer Ausgabe des von OB Raphael Kürzinger (CDU) verantworteten "Reichenbacher Anzeigers" eine Einladung zu der bisher stets in Regie des SPD-Ortsverbandes stattfindenden Mahnwache vor dem einstigen Sitz von Sozialdemokraten und Gewerkschaftern fand.

"Wir erfahren aus dem ,Anzeiger' ohne Hinweis auf uns, wann wir unsere Veranstaltung machen, das ist schon grenzwertig. Bisher haben wir stets zu diesem Gedenken eingeladen. Wie man dazu kommt, auch die Zeit zu benennen, die wir noch gar nicht festgelegt haben, ist mir schleierhaft", sagte der Verbandschef und hakte im jüngsten Verwaltungsausschuss nach. "Wer ist denn nun Veranstalter?" Raphael Kürzinger räumte mangelnde Absprache und damit ein Versäumnis ein: "Sorry, das war mir so nicht bewusst."

Auslöser der Irritationen dürfte wohl das seit dem Vorjahr verknüpfte Gedenken am Volkshaus und im Park des Friedens gewesen sein - die Veranstaltung dort startet 9.55 Uhr, für die am Volkshaus informiert die SPD zeitnah. Oliver Großpietzsch: "Dies ist wegen weiterer, noch abzustimmender Termine an diesem Tag erforderlich. Deshalb hatten wir ja auch noch nicht über eine konkrete Zeit informiert." Die im "Anzeiger" von der Stadt genannte (9.30 Uhr) könne sich daher noch ändern. Am gemeinsamen Gedenken an beiden Orten ändere dies jedoch nichts. (gem)


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