Israelzentrum zieht Gäste an

Mehr als 100 Teilnehmer an einem mehrtägigen Workshops pilgerten in das Bildungs- und Kulturzentrum nach Reichenbach. Mancher staunte über die Stadt.

Reichenbach.

Die Sächsischen Israelfreunde haben von Freitag bis Montag in ihrem Bildungs- und Begegnungszentrum für jüdisch-christliche Geschichte und Kultur in Reichenbach ein Seminarwochenende mit Arnold G. Fruchtenbaum aus den USA unternommen. Die mehr als 100 Teilnehmer waren in Reichenbacher Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen untergebracht.

Die Gäste hatten zwischen den einzelnen Einheiten oder auf dem Weg zum und vom Zentrum ausreichend Zeit, sich in Reichenbach umzuschauen. Friedrich Ast sagte: "Reichenbach ist eine sehr schöne, attraktive und sehr gepflegte Stadt mit einer interessanten Architektur. Wenn ihr vor 30 Jahren in meine Heimatstadt Ludwigsburg gekommen seid, habt ihr auch so gestaunt. Inzwischen müsste dort wieder einiges getan werden." Andreas Hornung ist Gärtnermeister und Gartengestalter: "Seit der Landesgartenschau hat sich hier unheimlich viel entwickelt. Oft verlottern solche Gelände hinterher. Hier ist das anders. Man sieht auch, dass man sich bei der Stadtgestaltung viele Gedanken gemacht hat." Ast erwähnte die vielen alten und sanierten Häuser sowie die Gestaltungselemente wie unterschiedliche Pflastermuster, die auch auf Reichtum einer Stadt hinweisen. Hornung: "Andere sächsische Städte sehen weitaus schlechter aus."


Das Seminar drehte sich um das Thema "Die Bundesschlüsse der Bibel und die Haushaltungen Gottes" und war für Christen mit Vorkenntnissen geeignet. Werner Hartstock, Zweiter Vorsitzender der Sächsischen Israelfreunde, meinte: "Kein leichter Stoff, aber machbar." Friedrich Ast gefiel der spezielle Blick des Referenten auf Altes und Neues Testament, den Arnold G. Fruchtenbaum hat und den Teilnehmern erläuterte. Messianische Juden stehen dem Christentum nahe, denn sie betrachten Jesus als den Messias. Der promovierte Theologe, Philosoph und Archäologe Fruchtenbaum wurde 1943 in einem Internierungslager in Sibirien geboren, wohin seine polnischen Eltern vor den Deutschen geflohen waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte die Familie in die USA, wo er heute noch lebt. Friedrich Ast sagte über den Referenten: "Was ich zweidimensional und schwarz-weiß sehe, sieht er dreidimensional und bunt."

Am gestrigen Montag, für Hartstock der Pastorensonntag, schloss sich ein zusätzlicher Seminartag für Pastoren und Prediger an, die sonntags Gottesdienste halten müssen und an Wochenendveranstaltungen nicht teilnehmen können. Fruchtenbaum reist weiter über Herrnhut nach Polen, wo er in vollen Sälen auftritt.

Die nächste große Veranstaltung der sächsischen Israelfreunde in Reichenbach ist der Israelfreundetag am 16. Juni im Park der Generationen.

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