Jagdlicher Hörnerklang bereichert Hubertusmesse

Die Bewahrung der Schöpfung stand im Mittelpunkt eines Gottesdienstes in der Peter-Paul- Kirche in Reichenbach. Es ging auch weltlich zu.

Reichenbach.

Den musikalischen Teil der Hubertusmesse am Sonntag in der Peter-Paul-Kirche in Reichenbach bestimmten Hörnerklänge, nicht die Orgel als typisches kirchliches Instrument. Seit elf Jahren lädt die Kirchgemeinde zu diesem besonderen ökumenischen Gottesdienst ein, der sowohl evangelische als auch schon katholische Predigten erlebte. In diesem Jahr übernahm die Predigt der evangelische Pfarrer Andres Alders. Etwa 150 Gläubige verfolgten das Geschehen.

Bevor Pfarrer Alders vor die Gemeinde trat, regte ein weltliches Programm zum Kennenlernen der Traditionen der Jagd und Hege in Verbindung mit dem christlichen Glauben an. Einige Akteure mussten jedoch bei Regen in die Kirche ausweichen.

Günter Antelmann, einer der Organisatoren der Veranstaltung: "Das hatten wir noch nie, dass es dauerhaft regnete. So gesehen können wir froh sein, dass so viele Menschen gekommen sind." Antelmann gehört dem Rotschauer Männerchor an und wohnt in Netzschkau. Das sechsköpfige Organisationsteam, trifft sich ab Juli einige Mal, um die Hubertusmesse vorzubereiten.

Zu den Gestaltern des Nachmittags zählten außerdem die Buchwalder Jagdhornbläser und die Parforcehorn Bläsergruppe Hubertus, die zum Jagdverband der Region Zwickau gehören. Parforcehörner verwendeten die Jäger ursprünglich für Jagdsignale. Es gibt aber auch Parforcehörner fürs Orchester.

Die Frauen des Organisationsteams hatten sich um das Schmücken der Kirche gekümmert. Antelmann: "Traditionell gehört das Hubertus-Geweih dazu. Außerdem verwenden wir herbstliche Naturmaterialien aus dem Wald."

Auf Wunsch einiger Gemeindeglieder wurde die Hubertusmesse in das Veranstaltungsangebot der Peter-Paul-Kirche aufgenommen. Antelmann: "Thema der Hubertusmesse ist die Bewahrung der Schöpfung und der verantwortungsvolle Umgang des Menschen mit der Natur." Die Hubertusmesse trägt auch oft die Bezeichnung Jägermesse. Kirchen, vor allem auch die katholischen, feiern sie um den 3. November herum, dem Hubertustag. Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jäger. Der Legende nach lebte Hubertus von Lüttich um 700 nach Christus in Frankreich. Er galt als ausschweifender und zügelloser Jäger. Nach Sichtung eines Hirsches mit einem Kreuz zwischen dem Geweih, wurde er zu einem Bewahrer der Schöpfung Gottes. Diese Achtung vor dem Geschöpf findet sich noch heute im Verhaltenskodex der Jäger.

Pfarrer Alders ging in seiner Predigt auch auf die Bewahrung der Schöpfung ein, las dafür aus der Schöpfungsgeschichte im ersten Buch Mose und erinnerte die Gläubigen an ihre Verantwortung dafür.

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