Journalist hält Vortrag gegen Hass

Ulrich Sahm berichtet über Antisemitismus

Reichenbach.

Der Nahostkorrespondent Ulrich Sahm hält am Samstag ab 19 Uhr im Reichenbacher Bildungs- und Begegnungszentrum für jüdisch-christliche Geschichte und Kultur an der Wiesenstraße 62 einen Vortrag zum Thema "Antisemitismus - alter Hass in neuer Verpackung". Grund für seine gegenwärtig quer durch Deutschland führende Vortragsreise sind aktuelle Entwicklungen, so Sahm.

Mit einer Stolperstein-Tour durch die Reichenbacher Innenstadt wird bereits ab 10 Uhr der früheren jüdischen Reichenbacher und der Opfer der Pogrome in der so genannten Reichskristallnacht vom 9. November 1938 gedacht. Sahm geht es in seinem Vortrag am Abend um Themen wie Antisemitismus, Antijudaismus und Klischees über Juden, die nach Meinungen von Experten sowie Umfragen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Eine Ausdrucksform dafür seien antisemitisch motivierte Straftaten, Gewalt oder drohende Gewalt gegen Juden oder gegen jüdische Symbole wie Friedhöfe und Synagogen.

In seinem Vortag im Begegnungszentrum wird der in Jerusalem lebende Journalist unter anderem auf die Berichterstattung in verschiedenen Medien zu Israel und zum Nahostkonflikt eingehen. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Werner Hartstock sagte: "Wir würden nicht zu dem Abend einladen, wenn wir nicht müssten. Aber zu schweigen hieße, sich mitschuldig machen und aus der Geschichte nichts gelernt zu haben." Diese Überlegungen nannte er als Beweggrund für die Veranstaltung der Sächsischen Israelfreunde am 81. Jahrestag der Reichspogromnacht. (pstp)

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