Jung und Alt versammeln sich um brennende Weihnachtsbäume

Ob Fichtenvernichten oder Tannegliehn - die feurigen Veranstaltungen boten Vergnügen für die ganze Familie. Auch ein Spaßwettkampf wurde ausgetragen.

Friesen/Rotschau/Unterheinsdorf.

Die Freiwilligen Feuerwehren in mehreren Ortschaften haben am Samstag zum Verbrennen der Tannenbäume eingeladen: Viele Einwohner und Gäste nutzten die Veranstaltungen, um sich nach den Feiertagen erstmals wieder im Ortsteil zu treffen und gemeinsam Glühwein zu trinken oder die erste Roster des Jahres zu genießen.

Im Reichenbacher Ortsteil Friesen fand der zwölfte Tannenbaumweitwurf statt. In diesem Jahr wurde eine Neuerung eingeführt: Nachdem die Kinder sich seit Jahren eine eigene Wertung wünschten, gab es diesmal Medaillen für die zehn Besten. Der beste Mann und die beste Frau erhielten Pokale. Wie im Vorjahr lag Steven Masan (14) an der Spitze. Er schleuderte den Nachwuchsbaum 7,40 Meter weit. Genau so weit warf Maximilian Richter. Richard Forbrig brachte es noch auf 5,60 Meter. Nicht ganz so gut war Heike Richter mit dem Damenbaum, der etwa 3 Kilogramm wog. Mit 5,30 Metern gewann sie zum dritten Mal in Folge. "Meinen persönlichen Rekord habe ich nicht erreicht. Aber bei dem hatte ich auch Rückenwind", sagte die Ex-Friesenerin, die jetzt in Greiz lebt. Lange Zeit stand sie allein auf der Frauen-Liste. Später kam eine Friesenerin, wünschte allen ein gutes neues Jahr und sagte: "Ich habe noch nie geworfen und auch keine Kraft, aber der Spaß ist es wert." Sie konnte Heike Richter nicht von ihrem Platz verdrängen. Bei den Männern war Kay Niemand zum ersten Mal erfolgreich. Er gehört seit Jahren zum Messteam beim Tannnenbaumweitwurf. "Es ging aber alles mit rechten Dingen zu. Bei mir haben andere gemessen", stellte er klar. Mit 7,70 Metern kam er nicht annähernd an den Rekord heran, den Chris Dathe 2014 mit 9,48 Metern aufgestellt hatte. Der Männerbaum wog reichlich 5 Kilogramm. Feuerwachen-Leiter Ralf Blaue war mit der Resonanz zufrieden: "Es hätten noch ein paar mehr kommen können, aber das Wetter ist halt immer entscheidend." Das Wetter mit einsetzendem Regen machte allen Veranstaltern etwas zu schaffen. In Friesen hatten die Helfer Mühe, die feuchte Holzkohle zum Glühen zu bringen. "Ich habe die erst gekauft, eigentlich müsste sie trocken sein", sagte Albrecht Niemand. Der stellvertretende Wachenleiter stand an der Gulaschkanone und bot Kartoffelsuppe an, wahlweise mit oder ohne Bockwurst. Dabei entspann sich eine Diskussion zum Thema "Einweggeschirr", die wegen gesetzlicher Veränderungen demnächst bei allen Veranstaltern eine große Rolle spielen wird. "Ich kann mir Kartoffelsuppe in der Pappschüssel nicht vorstellen", sagte Albrecht Niemand.

Ungefähr 300 Besucher zählte das Tannegliehn in Rotschau, das ebenfalls an der Feuerwache stattfand. Einer Tradition folgend, hatten die Feuerwehrleute auf Wunsch die Tannenbäume bei den Bewohnern mit einem Fahrzeug abgeholt. Wie im Vorjahr half der Ex-Rotschauer Marcel Köhler beim Feuerschüren. Er hat seinen Wohnort nach Dresden verlegt, ist aber auch dort der Feuerwehr treu geblieben.

In Unterheinsdorf hatten die Kameraden erstmals eine beleuchtete Eisbar gebaut, die den Kindern als Schneerutsche diente. Auch dort kamen mehr als 300 Besucher zum Treffen bei Glühwein, Kinderpunsch, Rostern und Steaks.

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