Junge Leute haben Spaß an den Attraktionen des Winters

Pfadfinder scheuen sich nicht vor Kälte und Schnee. Nicht nur das haben sie am Wochenende in Buchwald bewiesen.

Buchwald.

Nur die Harten kommen in den Garten - oder zum Winterzelten des Limbacher Pfadfinder-Stamms im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Das fand am Wochenende in Buchwald zum siebten Mal statt. Der Pfadfinder-Betreuer André Fritzsch erklärte: "Das Winterzelten ist ein Wunsch der jungen Pfadfinder. Ich könnte mir auch etwas Wärmeres für das Wochenende vorstellen." Die Kinder sahen das anders. Sie freuten sich über den Schnee auf der Freifläche hinter dem Haus ihres Betreuers im Limbacher Ortsteil Buchwald und begannen, Schneemänner zu bauen und sie mit den Pfadfinderutensilien auszurüsten.

Eine zünftige Schneeballschlacht gehörte genauso dazu wie das Aufstellen des großen Zeltes mit Feuerstelle, in dem die Teilnehmer übernachteten. "Beim letzten Mal war es nicht so windig, und wir hatten keinen Schnee", stellte Freddy fest, ehe er eine riesige Schneekugel über das Gelände rollte. "Es gab aber auch schon Zeltlager mit Schnee", erinnerte sich der Betreuer. Und: "Wir haben als Ausweichmöglichkeit auch das Gemeindehaus, wenn das Wetter gar zu schlimm wird."

Schon zur Vorbereitung des Treffens gab es allerhand zu tun, denn die Pfadfinder mussten sich um alles selbst kümmern, auch um die Verpflegung. Eine ganze Palette Kakao, eine riesige Schüssel mit Nudelsalat und andere Lebensmittel wurden eingelagert. Auf dem Tisch wartete ein Samowar mit Kohleheizung auf seinen Einsatz. Für verschiedene Dinge wurde der mit Funk ausgestattete Lastwagen W 60 der Pfadfinder genutzt, der auch sonst treuer Begleiter bei Ausflügen und längeren Aufenthalten in den Ferien ist. Er beherbergt Sitzplätze, Ausrüstung, Feldbetten, Zelt und andere Dinge, wenn die Pfadfinder auf Tour gehen, wie zum Beispiel in den Winterferien. Dann nehmen sie an den Wildniserlebnistagen der Torgauer Pfadfinder teil. "Dort sind wir den ganzen Tag draußen und nur zum Schlafen drinnen. In den Herbstferien organisieren wir selbst etwas, vielleicht wieder im Elbsandsteingebirge. Vergangenes Jahr waren wir dort, in Boofen", erklärte André Fritzsch.

Das Programm des Winterzeltens sah neben dem Zeltaufbau, dem Anheizen, der Selbstversorgung und anderen Tätigkeiten noch eine ganze Reihe Programmpunkte vor. Am späten Samstagnachmittag fuhren die Pfadfinder nach Zeulenroda, wo der Evangelische Freundeskreis Hof (EFH) ein Musical aufführte. Diesen Ausflug gibt es alle zwei Jahre.

Eltern unterstützen die Pfadfinder dabei als Fahrdienstleister. Der Sonntag begann mit dem zeitigen Wecken und Frühsport. "Die Kinder sollen lernen, dass die Muskelheizung eine sehr effektive Heizung ist", meinte der Betreuer. Nach dem Frühstück wurde aufgeräumt. Um 10.30 nahmen die Pfadfinder am Gottesdienst in der Limbacher Kirche teil. Anschließend gingen sie zurück zu ihren Familien.

Zurzeit sind beim Pfadfinder-Stamm 18 Kinder und Jugendliche angemeldet. Die Frage nach der Herkunft der Kinder im Limbacher Stamm lässt aufhorchen. Sie kommen aus Jößnitz, Jocketa oder Coschütz, jedoch keiner aus Limbach oder Netzschkau. "Es wäre schön, wenn wir wieder ein paar Mitglieder aus der näheren Umgebung hätten", meinte André Fritzsch. Wer Interesse an dem Pfadfinder-Programm hat, kann ihn anrufen und ein Schnuppertreffen vereinbaren.

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