Kalender vereint Trachten und Traktoren

Unkompliziert hatte sich Michael Zisowsky aus Irfersgrün das Erstellen eines Foto-Kalenders vorgestellt. Die Landfrauen hatten schnell zugesagt. Doch dann türmten sich Hindernisse.

Irfersgrün.

Fotos machen, drucken, verteilen, fertig: Michael Zisowsky aus Irfersgrün hatte sich das Herstellen eines Fotokalenders mit regionaltypischem Hintergrund leichter vorgestellt. Dass sein Kalender, der vogtländische Trachten und Oldtimertraktoren vereint, mit mehreren Wochen Verspätung erscheint, war nicht geplant.

Womit Zisowsky nicht gerechnet hatte, war die große Begeisterung der Traktoren-Fans für dieses Projekt. 65 Fotos standen am Ende zur Verfügung. Der Kalender hat aber bloß zwölf Blätter. Das erhöhte nicht nur den Arbeitsaufwand. Die Vielzahl an Fotos unterzubringen, sprengte den Kostenrahmen. Zehn Euro pro Exemplar sollten nicht überschritten werden.

Verdienen wollte am Kalender niemand, es sollte lediglich ein Erinnerungsstück an das Traktorentreffen im September zum Hoffest des Landwirtschaftsbetriebs Marienhöhe zum Selbstkostenpreis entstehen. Zisowsky: "Ich hatte mir da vorher gar nicht so viel Gedanken gemacht. Das war eine spontane Idee. Früh habe ich die Landfrauen gefragt, ob sie in vogtländischer Tracht auf den Traktoren posieren wollen. Das war alles schnell organisiert." Als Fotograf stand Volker Sachse aus Waldkirchen mit der Kamera bereit. Mario Gebhardt aus Irfersgrün übernahm die Organisation, und die Marienhöhe stellte für die Aufnahmen einen Frontlader als Hubbühne zur Verfügung. Dann rollten sie an, die Traktoren, einer nach dem anderen. Mit so einem Andrang hatte niemand gerechnet. Zisowsky: "Bei einem Teilnehmer war früh der Traktor kaputt gegangen, deshalb kam er mit einem Pkw-Oldtimer. Er wollte auch unbedingt mit aufs Foto."

Fotograf Volker Sachse stand in der prallen Sonne, mehrere Stunden am Stück. Ein Traktor nach dem anderen positionierte sich vor der aufgebauten Strohballen-Kulisse. "Das eigentliche Problem war dann aber, die Fotos gleichmäßig auf den Kalenderblättern zu verteilen", berichtet Volker Sachse von der Arbeit im Nachgang. Nun ist der Kalender fertig. Vorerst hat das Dreierteam 70 Stück drucken lassen. "Wir müssen in Vorkasse gehen, deswegen sind es erst einmal so wenig. Sollte aber Interesse bestehen, können wir welche nachdrucken lassen", sagt Michael Zisowsky.

Wer Interesse am Kalender hat, kann sich melden unter der Rufnummer 0171 5530449.

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