Kalte Luft verweht Pläne zum Wohnhausbau

Am Pfaffenberg in Lengenfeld wollte kaum jemand bauen. Nun machen die Stadträte reinen Tisch.

Lengenfeld.

Die Stadtverwaltung und der Stadtrat von Lengenfeld treiben die Aufhebung des Bebauungsplanes für eine Wohnsiedlung am Pfaffenberg voran. Nachdem die Stadträte 2017 den Beschluss fassten, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen, erfolgt die Rückabwicklung in mehreren Schritten.

Das Gelände an der Reichenbacher Straße befindet sich in Privatbesitz. Es gelang in den zurückliegenden Jahren trotz des genehmigten Bebauungsplans nicht, dort Wohnhäuser zu bauen. Für den zum Teil nach Norden und in Richtung Göltzsch abfallenden Hang interessierten sich kaum Bauherren. Wegen des Flusses am Fuße des Hanges gilt der Bereich auch noch als Kaltluftstaugebiet mit wenig Sonneneinstrahlung.

Den Stadträten ging es in ihrer Sitzung um eine Satzung, die den Bebauungsplan an der Reichenbacher Straße aufhebt. Dem stimmten die Ratsmitglieder zu. Da so ein Bebauungsplan nicht einfach per Beschluss aus der Welt zu schaffen ist, müssen sich die Stadträte mehrfach mit dem Thema befassen. Voriges Jahr erfolgte bereits eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Eine solche Anhörung sei auch jetzt nach dem Satzungsbeschluss noch einmal nötig, erklärte Planer Uwe Zahn den Stadträten.

Der aus dem Jahr 1990 stammende und 1997 genehmigte Plan sah vor, eine Fläche von 7,5 Hektar zu bebauen. In den geplanten Ein- und Mehrfamilienhäusern hätten bis zu 600 Menschen einziehen können. Inzwischen gilt die vorgesehene Bauweise als veraltet und nicht mehr dem Zeitgeschmack entsprechend. Es scheint ziemlich sicher, dass die Wiese auch zukünftig landwirtschaftlich genutzt wird.

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