Kinder genießen Ferien mit Mut und Geschick

Die Schullandheime im Vogtland bieten für die Ferienzeit vielfältige Programme an. Manches bietet Herausforderungen.

Limbach.

Das erste Herbstferienlager der Awo-Schullandheime im Vogtland ist mit "Sport & Action im Vogtland" überschrieben. Elf Mädchen und Jungen sind am Schäferstein in Limbach zu Gast, um sich sportlichen Betätigungen zu widmen. Die Betreuer setzen dabei auf Abwechslung im Haus, in der Natur und bei Ausflügen.

Das Thema Klettern stand am gestrigen Dienstag auf dem Programm. Zuerst ging es in den Boulderraum, wo sich die Teilnehmer an einer zimmerhohen Kletterwand ausprobierten. Carina Primpke, pädagogische Mitarbeiterin im Schullandheim, gab Tipps für die Fortbewegung über die Raumecken hinweg: "Schaut mal, wie er die Füße wechselt!" Genau das war bei einigen das Problem, weshalb es immer wieder zur Berührung mit dem Boden kam. Als alle die Herausforderung mehrmals überwunden hatten, folgte Stufe zwei: die Kletterwand an der Giebelseite des Gebäudes. Dazu mussten die Teilnehmer zuerst Sicherungsgurte anlegen.

Ralf Reiher und Carina Primpke vom Schullandheim hatten die Sicherung übernommen. Anders als der niedrige Raum flößte die hohe Giebelwand Respekt ein. Die Mitarbeiterin erklärte, dass die Sicherung über Seil und Karabinerhaken erfolgt. Sie erläuterte die Kommandos, die zu Beginn fallen, damit das ungefährliche Klettern starten kann. Zwei Teilnehmer konnten auf den drei Kletterbahnen gleichzeitig starten.

Die elfjährige Melina aus Netzschkau meldete sich für die Vorführrunde. "Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich Lust auf das Ferienlager hätte. Ich hatte Bock und habe dann noch meine Freundin Yasmin gefragt. Hier ist es einfach schön, es gibt gutes Essen. Wir haben schon viel gemacht", erklärte sie. Dass die Mädchen sportliche Erfahrung haben, sah man auf den ersten Blick. Beide gehen zum Training der Abteilung Turnen des TSV Nema. Melina: "Ich habe mich besonders auf das Klettern und das Schwimmen gefreut." Für Yasmin reicht das Schwimmen. Das gibt es beim Ganztagesausflug zur Sommerrodelbahn Mühlleithen, der Vogtlandarena und ins Bad in Schöneck. Nach Melina erkletterte der 14-jährige Maurice aus Freiberg die Wand. Er hatte sich die etwas schwierige Route mit einem Wandvorsprung ausgewählt. Ohne Mühe schlug er oben an. Er klettere gern auf Bäume, war auch schon im Selbstverteidigungskurs und mag Radfahren.

Auf dem Programm des Ferienlagers finden sich weitere sportliche Aktivitäten wie eine Waldrallye mit 16 Stationen. Dort waren dann Aufgaben zu lösen, Pflanzen und Tiere zu bestimmen oder Wörter in vogtländischer Mundart zu übersetzen. Bei letzterem hatten vor allem Nichtvogtländer ihre Schwierigkeiten, denn Worte wie "Spinneganger" kannte mancher nicht. Zum Auspowern eignet sich die T-Wall im Haus, bei der Lichter auf einer Wand durch Abklatschen gelöscht werden. Kaum ist eins erloschen, leuchtet das nächste an anderer Stelle auf.

Eher digital geht es beim Filmferienlager in der kommenden Woche an der Schönsicht in Netzschkau zu.

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