Kohlmeise hat den Schnabel vorn bei der Winterzählung

Das Vogtland tickt etwas anders - und das gilt selbst für die Vogelwelt. Während in ganz Deutschland und in Sachsen aktuell der Haussperling der am häufigsten beobachtete Wintervogel ist, verteidigt zwischen Neumark und Bad Brambach die Kohlmeise unangefochten ihren Spitzenplatz. Das belegt die zehnte Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" des Naturschutzbundes Deutschland. Von den 415 Teilnehmern an der Zählung im Kreis beobachteten im Januar mehr als 90 Prozent Europas größte Meisenart. Da kann der Spatz nicht mithalten: Er wurde in nur 36 Prozent der Gärten registriert - aber er kommt dafür in viel größeren Schwärmen vor, heißt es vom Nabu. Insgesamt wurden in 288 Gärten 10.583 Vögel gezählt. Die Aktion fand vom 10. bis 12. Januar 2020 statt. Die auch in der Region deutlichen Rückgänge bei Amseln und Grünfinken schreibt der Nabu Krankheitserregern wie Viren zu. Es kündigt sich bereits die nächste Zählaktion an. Vom 8. bis 10. Mai findet erneut eine Stunde der Gartenvögel statt, mitorganisiert vom Naturschutzbund. (hagr/bju)


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