Kosten für Meldeamt steigen

Lengenfeld zahlt künftig mehr als bisher

Lengenfeld.

Doppelt so viel als bisher muss die Stadt Lengenfeld künftig an Rodewisch für die Führung des Meldeamtes, das korrekt Personenstandswesen heißt, bezahlen. Statt bisher 15.000 Euro sind nun jährlich 33.000 Euro an die Nachbarkommune zu überweisen. Dem stimmten die Stadträte in ihrer Dezember-Sitzung zu.

Die Orte Rodewisch, Treuen, Steinberg und Lengenfeld führen einen gemeinsamen Standesamtsbezirk. Die Arbeiten erledigt seit 2013 Rodewisch für Lengenfeld. Seitdem hat es noch keine Erhöhung der Zuschüsse gegeben. Rodewisch begründet die erste Erhöhung unter anderem mit steigenden Personal- und Weiterbildungskosten. Der Standesamtsbezirk habe einen Finanzbedarf von jährlich 240.000 Euro. 69.000 Euro nimmt das Amt an Gebühren ein. Es bleiben 171.000 Euro, die auf die beteiligten Kommunen nach einem Einwohner-Schlüssel aufzuteilen sind. Da in Rodewisch durch die beiden Krankenhäuser mit Geburtsabteilung mehr Beurkundungen anfallen, als in Nachbarkommunen, musste Lengenfeld bisher nur 40 Prozent der nach dem Einwohnerschlüssel errechneten Anteile zahlen. Künftig sind es 80 Prozent.

Der Lengenfelder Stadtrat Matthias Lewek (SPD) empfand die Verdopplung als "heftig": "Findet das die Verwaltung gerecht? Mir ist das zu hoch." Nachdem Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) erklärte, dass Rodewisch die angefallenen Kostenerhöhungen bisher allein getragen hatte, waren die Stadträte einverstanden. (sia)

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