Kräftige Männer lassen ihre trainierten Muskeln spielen

Wer nicht unbedingt an Hightech-Geräten trainieren will, für den ist Strongman das Richtige. Was es da zu tun gibt, konnten sich die Besucher beim Gewerbegebietsfest am Samstag anschauen. Mitmachen war erwünscht.

Heinsdorfergrund.

Obwohl es den aus den USA importierten Kraftsport Strongman schon seit Mitte der 1970er Jahre gibt, ist diese Sportart hierzulande weitestgehend unbekannt. Das soll sich nach dem Willen einiger junger Leute aus Reichenbach ändern.

Bisher betreiben sie ihre verschiedenen Disziplinen weitgehend unbemerkt in einer Halle an der Greizer Straße in Reichenbach. Beim Gewerbegebietsfest am Samstag präsentierten sie sich erstmals mit ihren ungewöhnlichen, selbst gebauten Sportgeräten der Öffentlichkeit. Große oder kleine Reifen per Muskelkraft von einer Seite auf die andere wuchten, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Eric Oeser berichtete: "Wir bieten Disziplinen an, die man unter den drei großen Rubriken Heben, Laufen, Ziehen zusammenfassen kann." Es komme darauf an, möglichst viele Muskelgruppen gleichzeitig zu trainieren. Die Geräte, die dabei zum Einsatz kommen, muten ungewöhnlich an. Das, was die Kraftsportler einen Baumstamm nennen, ist ein rundes Teil aus Metall, 150 Kilogramm schwer, das sich der Könner auf den Nacken legt. So ein großer Reifen, den die Sportler anheben, kann schon mal 370 Kilogramm wiegen. Das, was die Freunde dieser Sportart landläufig als Koffer bezeichnen, bringt auch locker 70 Kilogramm auf die Waage. Oeser: "Wer bei uns trainieren will, muss kein Geld mitbringen, denn die Sportgeräte haben wir selbst gebaut. Die Verletzungsgefahr ist vergleichsweise gering. Man kann im Notfall alles fallenlassen, ohne das etwas kaputtgeht." Die Sportfreunde geben allerdings zu, dass man schon etwas verrückt sein muss, um sich so einer Sportart zu verschreiben. Für Oeser gerade das Richtige, denn er sagt: "Alles, was sich neu etabliert, mach ich." Football spielt Oeser auch, die Disziplinen der Highland Games, der schottischen Hochland-Spiele, sind ihm vertraut.


Was auch weitgehend unbekannt sei dürfte: Es werden Wettkämpfe ausgetragen. Oeser sagte dazu: "Ich gehöre der zweiten Bundesliga an." Deutschlandweit betreiben etwa 500 Sportler die Strongman-Disziplinen, hinzu kommen noch viele weitere Amateure.

Um am Samstag die verschiedenen Kraftsportarten kennenzulernen, mussten die Besucher noch keine Muskelmänner sein. Es gab auch viele einfache Übungen für jedermann. Auch das verstehen die starken Männer unter ihrem Sport: "Er ist für alle, egal welchen Alters, für Männer und Frauen und für Geübte und Geübte", so Oeser.

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