Kräuterpädagogin gibt Ernährungswissen weiter

Beim Kräutertag in Schönheide drehte sich alles um Spezialitäten am Wegesrand. Eine Plohnerin zeigte dort, was sich aus Giersch, Gundermann und Brennnessel machen lässt.

Plohn/Schönheide.

In der Natur gibt es Delikatessen, die am Wegesrand zu finden sind. Diese Wildkräuter haben beim Zehnten Kräutertag, der jüngst auf dem Gelände des Forstmeisters in Schönheide gelaufen ist, eine wesentliche Rolle gespielt.

Kräuterpädagogin Carina Frister aus Plohn war dort mit von der Partie. Sie lebt mit den Kräutern. In ihrer Wald- und Wiesenküche in Plohn wird mit Wildkräutern gekocht, und es laufen auch Kräuterwanderungen. Frister ist seit 2017 Kräuterpädagogin. Für die Ausbildung hat sie sich bewusst entschieden: "Für die Natur habe ich mich schon immer interessiert, und ich wollte die Hintergründe kennenlernen und mein Wissen vertiefen. Mir ist es wichtig, auch andere dafür zu begeistern in die Natur hinauszugehen."

Auch Fertigkeiten wie das Backen im Holzbackofen und die Herstellung von Käse wurden in Schönheide gezeigt. Was Kräuter angeht, da ist Dirk Holterman von der Gundermann-Akademie prädestiniert. Zurück zu einer natürlichen Ernährungsgrundlage, das ist das Ziel, so der Vater der Kräuterpädagogik. Man dürfe sich von den Bitterstoffen nicht abschrecken lassen. Holterman: "Wir nutzen das Beste von der Wiese und bringen es in die Ernährung ein. Das Einzige was hilft, ist das Bücken beim Pflücken." In der Region hatten Kräuter früher einen hohen Stellenwert. Das Ganze hat sich im Laufe der Jahre reduziert. Was übrig geblieben ist und was jeder kennt, sind die Kräuterliköre. "Alle Pflanzen, von denen wir wissen, sie haben gute Eigenschaften, kommen dort rein", so Holterman. Das Interesse an Wildkräutern nehme jetzt langsam wieder Fahrt auf.

Einige der Kräuterpädagogen, die bei der Gundermann-Akademie ausgebildet wurden, haben zum Kräutertag Leckereien gezaubert. Unter anderem hat man Brennnessel-Blätter und Salbei-Blätter gebacken. Kräuterpädagogin Frister erklärt, wie es geht: "Wir haben aus Mehl, Wasser und Salz einen Teig hergestellt, haben die Blätter damit umhüllt und in Rapsöl ausgebacken."

Zudem hat man ein Kräutersalz hergestellt. Das Ganze ist eine Mischung aus aufeinander abgestimmten Wildkräutern. Als Grundlage dient Meersalz, verfeinert mit Meerrettich, Estragon, Brennnessel, Giersch und Gundermann. Die intensiv grüne Farbe stammt von den frischen Kräuter, die verwendet wurden.

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