Krippenbeiträge steigen ab November deutlich

Neumark verlangt erstmals seit 2014 mehr Geld von Eltern - Neuer Satz entspricht 20 Prozent der Betriebskosten

Neumark.

Die Gemeinde Neumark erhöht per 1. November 2018 erstmals seit vier Jahren die Elternbeiträge in ihren kommunalen Kindertagesstätten. Betroffen ist allerdings nur der Krippenbereich. Die Beiträge für Kindergarten und Hort bleiben unverändert.

Die Ganztagsbetreuung (9 Stunden) in der Krippe kostet künftig für das erste Kind einer Familie 208 Euro im Monat, das sind 23 Euro mehr als bisher. Bei Alleinerziehenden sind es 187,20 Euro und damit 20,70 Euro mehr. Für eine kürzere Betreuungszeit gelten entsprechend niedrigere Summen. Für Geschwisterkinder gibt es Nachlässe.

Mit der Erhöhung der Elternbeiträge im Krippenbereich liege Neumark vergleichsweise hoch, heißt es in der Vorlage für den Gemeinderat. Der Betrag entspreche aber genau 20 Prozent der Betriebskosten und dürfe nicht geringer ausfallen. Das Problem sei, dass die jährliche Betriebskostenberechnung ergeben habe, dass der Anteil der Elternbeiträge für Krippenkinder nur bei 17,8 Prozent und damit deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben liege. Das Sächsische Kita-Gesetz legt in Paragraf 15 fest: "Die ungekürzten Elternbeiträge sollen bei Krippen mindestens 20 und dürfen höchstens 23 Prozent (...) der zuletzt (...) bekannt gemachten Betriebskosten betragen."

Für den sprunghaften Anstieg der Betriebskosten macht die Gemeinde höhere Personalkosten verantwortlich. Sie resultieren aus Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst und aus der Absenkung des Betreuungsschlüssels in der Krippe von 1:6 auf 1:5,5. Zuletzt waren die Elternbeiträge in Neumark im September 2014 erhöht worden. (gb)

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