Kuhnerts Corona-Edition: Osterhase Stupsi im Homeoffice

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Den neuen Hasen-Figuren aus der Drechslerei in Rothenkirchen geht es wie vielen Familien im Lockdown. Bei den Kunden kommt das gut an - nicht zum ersten Mal.

Rothenkirchen/Steinberg.

Zwei, drei neue Figuren kommen jedes Jahr dazu: Stupsi, der gleichnamige Osterhase aus der Drechslerei Kuhnert, hat sich seit seiner "Geburt" vor zehn Jahren zum begehrten Objekt bei Sammlern erzgebirgischer Volkskunst entwickelt. Doch in diesem Jahr hat der im Steinberger Ortsteil Rothenkirchen beheimatete Holzkunst-Hersteller noch einmal nachgelegt: Zu den für die Kollektion 2021 bereits im vergangenen Jahr vorgestellten drei Stupsi-Osterhasen mit Eis, Telefon und "Möhrenflitzer" kamen diese Woche noch drei neue Figuren dazu: zwei Osterhasen beim Homeschooling, der dritte im Homeoffice am Herd mit Handy und Notebook jonglierend.

"Die Idee dazu ist im Team entstanden. Jeder konnte etwas beitragen, weil fast alle die Situation von Zuhause kennen", beschreibt Firmenchef Frank Kuhnert lachend die gemeinsame Ideenfindung. Die Figur des Stupsi-Osterhasen hat vor zehn Jahren die Klingenthaler Spielzeugdesignerin Simone Küffner entwickelt, mit der Kuhnert zusammenarbeitet. Erfolgreich. Denn schon bei Einführung des Stupsi-Osterhasen gab es für die zwölf Zentimeter große und abwechslungsreich zu gestaltende Holzfigur, deren Grundform ein farbiges Osterei ist, den Publikumspreis der Leser der "Freien Presse". Diese Auszeichnung ist Bestandteil des Wettbewerbes "Tradition und Form" des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller.

 

 

"Stupsi war vom Start weg bei den Kunden beliebt und wurde schnell zum Sammelobjekt. Das ist bei Neueinführungen eher selten", sagt der Firmeninhaber. Es sei wohl die Vielseitigkeit und Wandelbarkeit der lustigen Hasenfigur, die sie so beliebt gemacht habe, vermutet Kuhnert. Das schlage sich in der Produktion nieder: Rund eine halbe Million Holzosterhasen der Stupsi-Serie in den unterschiedlichsten Varianten haben in den zehn Jahren seit der Erstauflage die Drechslerei verlassen.

Dort sind die rund 60 Mitarbeiter trotz Corona derzeit gut ausgelastet, um die Nachfrage des Handels und aus Kuhnerts eigenem Webshop zu bedienen. Versendet werden Stupsi und Osterschmuck vor allem in Deutschland. "Die Vorbestellungen kommen vom Onlinehandel, aber auch von Einzelhändlern, von denen etliche inzwischen Webshops betreiben", weiß Kuhnert. Eine Entwicklung, der sich der Branchenverband zum Schutz des stationären Einzelhandels lange verweigert habe. "Doch die aktuelle Entwicklung hat das Umdenken beschleunigt", sagt Kuhnert, ohne eine Prognose wagen zu wollen: Wie es für die Holzkunst-Hersteller weitergehe, müsse man abwarten. Geschlossene Läden, volle Lager, kein Tourismus - das mache die Situation für die Branche nicht einfacher.

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