Kultband heizt den Besuchern tüchtig ein

Die Gruppe freemix gab bei der Kleinen Gartenschau alles. Ihr Publikum hatte sie schon sehr vermisst.

Reichenbach.

In der Region hatte sie sich rar gemacht, die Band freemix, die am Freitag ihr 20-jähriges Jubiläum bei der Kleinen Gartenschau im Park der Generationen feierte. Hier fand 2014 das letzte große Konzert von freemix and friends statt. Bei den zehn Konzerten zwischen 2005 und 2014 wurde für kulturelle und wohltätige Zwecke gesammelt.

Mit den Pfadfindern aus Limbach war am Freitag eine Organisation vor Ort, die in den Genuss einer Finanzspritze kam. "Wir haben 2014 von freemix 600 Euro erhalten. Das war unsere Anschubfinanzierung", sagte André Fritzsch. Als er vom Bühnenjubiläum und dem Auftritt der Band las, setzte er sich mit Frontmann André Schäfer in Verbindung und bot an, das große Pfadfinderzelt aufzubauen und mit den Pfadfindern zum Konzert zu kommen. Der Gitarrist und Sänger, eines der Gründungsmitglieder, sagte sofort zu, auch wenn er vor dem Tag ein wenig Bammel hatte. Sollte doch die Geburt seines vierten Kindes genau auf das Konzertdatum fallen. Dann hätte er vor der Entscheidung Kreißsaal oder Bühne gestanden. Doch Edwine Aida Schäfer hatte ein Einsehen und kam gegen 3 Uhr nachts auf die Welt. Der Hobbymusiker konnte quasi vom Kreißsaal aus zur einzigen Probe und zum Konzert gehen.


Die Saxofonistin kam etwas später zu freemix, gemeinsam mit Michael Frömmert und einem weiteren Musiker. Von der Gründungs-Crew standen neben André Schäfer noch Cindy Weinhold, Albrecht Schneider und Tino Schein im Rampenlicht. Letzterer, inzwischen eher als Chirurg am Reichenbacher Krankenhaus bekannt, hat nach sechs Jahren Abstinenz im Februar die Gitarre erstmals wieder in die Hand genommen - und gleich den Verstärker ruiniert. "Es ist noch in den Fingern", freute er sich. Frontfrau Cindy Weinhold war in den vergangenen Jahren selten in ihrer Heimatstadt Reichenbach. "Es war cool, mit allen wieder auf der Bühne zu stehen und so viele Leute zu sehen, die man lange nicht gesehen hat. Bei Purple Rain sind sogar ein paar Tränen geflossen", gestand sie nach dem Konzert.

In fast zwei Stunden reisten die Musiker mit dem Publikum durch 20 Jahre Bandgeschichte. Sie dankten dem damaligen Musiklehrer des Goethe-Gymnasiums, Heinz Höbelt, der die Bandmitglieder für die Schulband gecastet hatte. Das Publikum hatte Spaß und entließ die Band erst nach mehreren Zugaben.

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