Kurioses Ergebnis: Ein Speckfett schafft gleich zwei Wertungen

Die Winterwanderung des Heimatvereins Heinsdorfergrund endete zwar mit einem Klassiker. Eine Sache war aber noch nie da gewesen.

Heinsdorfergrund.

Trotz schlechten Wetters haben sich am Samstagvormittag rund 40 Teilnehmer bei der Winterwanderung des Heimatvereins Heinsdorfergrund auf den Weg gemacht. Sie begaben sich auf eine Strecke über rund 7,5 Kilometer, die von Oberheinsdorf über die sogenannte Kap-Straße bis kurz vor die Schwarze Katz' in Oberreichenbach und wieder zurück in den Ort führte. Krönender Abschluss des Wandertags war die Speckfettverkostung in den Vereinsräumen in Oberheinsdorf.

Sieben Proben wurden dafür eingereicht. Mit zehn Stimmen lag Kai Gruhle aus Oberheinsdorf vorn, vor Lotte Meier, die mit acht und sieben Stimmen die folgenden Plätze belegte. Lotte, das ist die fünfjährige Tochter von Sebastian Meiner und Sarah Nahr aus Hauptmannsgrün. "Sie ist sehr schneidwillig. Nur bei den Zwiebeln hapert es", verriet der Papa. Das Lotte-Speckfett stellte sich dem Wettbewerb zum zweiten Mal. Im vorigen Jahr gelangte es auf das Siegertreppchen. "Wir haben in diesem Jahr etwas neu gemacht und bei der einen Sorte Röstzwiebeln genommen. Das macht ein etwas anderes Aroma. Und Apfel ist neu. Im kommenden Jahr lassen wir uns wieder etwas einfallen", so Sebastian Meier. Sowohl der Wettbewerb, der heuer zum siebten Mal ausgetragen wurde, als auch das Wandern macht der jungen Familie Spaß. "Die Kleine war mit dem Fahrrad mit, das hat ihr gefallen, auch den anderen Kindern", so der Papa. Heimatvereinschefin Ramona Bär war mit der Teilnahme an der Wanderung zufrieden. Nur vier Teilnehmer waren aus dem Verein. Ein Pärchen kam sogar aus Zwickau. Andere Vereinsmitglieder kümmerten sich um die Versorgung bei der Rast, wo Tee und Plätzchen gereicht wurden, oder nach der Rückkehr ans Gemeindeamt. Sie hielten Soljanka, Glühwein und andere Getränke bereit.

Am Ende staunten die Teilnehmer der Speckfettverkostung dann doch noch: Ramona Bär gestand, dass ein Speckfett doppelt auf dem Tablett stand. Zwei Männer hatten es gemeinsam produziert, jeder hatte es unter seinem Namen eingereicht. Doch das war nicht die große Überraschung. Die wurde im Ergebnis der Verkostung deutlich: Eine der identischen Proben hatte fünf Stimmen, die andere zwei erhalten. Es muss also noch etwas anderes geben, was die Entscheidung beeinflusst. Die Anwesenden spekulierten, dass es die Reihenfolge sein könnte. Mit den Startnummern eins und sechs standen die Proben in einer Richtung weit auseinander, in der anderen nahe beisammen.

Die nächste größere Aktivität des Heimatvereins ist die Garten- und Pflanzenbörse am 11. Mai. Beim Radwegfest anlässlich 25 Jahre Gemeindezusammenschluss Heinsdorfergrund Anfang September sind die Mitglieder dabei. Außerdem steht das Binden von Erntekrone oder Erntekranz an. "Dafür gibt es noch keinen genauen Termin, denn die Ernte ist witterungsabhängig", so die Vereinschefin.

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