Landfrauen ziehen mit dem Handwagen durch Irfersgrün

Für ihre Mitstreiterinnen haben Ines Teubert und Cornelia Hackel Advents-Überraschungen dabei. Die Aktion soll auch Entschädigung sein.

Irfersgrün.

Die Vorsitzende der Landfrauen von Irfersgrün, Ines Teubert, und ihre Stellvertreterin, Cornelia Hackel, machen sich mit ihrem Handwagen auf den Weg, beladen mit Geschenke-Kartons. Sie wollen den Mitgliedern der Landfrauen-Gruppe zu Hause eine Freude bereiten, und das geht so: Jede Landfrau packt ein Päckchen. Wenn Ines Teubert und Cornelia Hackel, irgendwann zwischen dem zweiten und vierten Advent an der Tür klingeln, dann kommt dieses Päckchen in den Handwagen, und die besuchte Landfrau darf sich dafür einen der Kartons aus dem Gefährt nehmen.

Ines Teubert erklärt: "Wir beide bekommen dann die Päckchen, die zuletzt noch im Handwagen sind. So ist sichergestellt, dass niemand sein eigenes Päckchen erhält." Cornelia Hackel ergänzt: "Außerdem schenken wir jeder Landfrau das Jahrbuch des Sächsischen Landfrauenverbandes. So können sich unsere Mitglieder einen Überblick verschaffen, welche Aktivitäten es bei den anderen Ortsgruppen gibt, und vielleicht ist das eine oder andere auch eine Anregung für uns."

Für jede besuchte Landfrau sagen die beiden Vereinschefinnen zudem ein Gedicht auf, das von der Mundartdichterin Ilse Jahreis stammt. In dem Gedicht geht es darum, dass sich die Menschen Zeit füreinander nehmen sollen. Die Adventsaktion der Landfrauen soll auch ein wenig Entschädigung dafür sein, dass so viele Veranstaltungen ausfallen mussten, "leider auch unsere Weihnachtsfeier". Die wäre dieses Woche gewesen, so Ines Teubert.

Da aber längst nicht alle 39 Mitglieder der Irfersgrüner Landfrauen in dem Ort wohnen, kam neben dem Handwagen auch das Auto zum Einsatz. "Unsere Mitglieder wohnen unter anderem in Hartmannsgrün, Rützengrün, Lauschgrün und in Planitz", berichtet die Vereinsvorsitzende.

Um die veranstaltungslose Zeit zu überbrücken, nutzen die Landfrauen außerdem das sächsische Förderprogramm der Alltagsbegleiter. "Auf diese Weise haben sich neun Zweier-Gruppen gebildet, vornehmlich aus Frauen bestehend, die alleine leben", erklärt Cornelia Hackel. Diese Frauen gehen gemeinsam spazieren, treffen sich zum Kaffeetrinken, unternehmen einen Stadtbummel oder telefonieren miteinander. So reiße der Kontakt nicht vollständig ab.

Außerdem richten die Landfrauen ihren Blick nach vorn und hoffen auf eine bessere Situation im nächsten Jahr. Im Adventsgruß, der in jeder Tüte steckt, fordert die Vereinsspitze ihre Mitglieder auf, sich Gedanken zu machen, welche Veranstaltungen sich die Frauen im nächsten Jahr wünschen.

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