Landwirte warten auf Dürrehilfe

Kein einziger Vogtländer hat bislang Geld erhalten

Plauen.

Tief verschneit liegt das Vogtland. Weit weg sind für die meisten Menschen die Gedanken an den Hitzesommer, den Wassermangel und die Ernteausfälle. Ganz anders bei einigen Landwirten. Elf haben im vorigen Jahr Dürrebeihilfen beantragt. Geld bekommen hat indes noch keiner. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) steckt noch in der Bearbeitung, teilt Pressesprecherin Karin Bernhardt mit. Insgesamt seien aus ganz Sachsen 323 Anträge im Amt eingegangen. Zuletzt hatte das LfULG die Einreichungsfrist noch einmal auf den 6. Dezember verlängert. Die Höhe der Schäden infolge von Ernteausfällen beziffern die vogtländischen Antragsteller mit insgesamt rund einer Million Euro. Als Beihilfe beantragten sie eine halbe Million Euro. 85 Anträge hat das Landesamt schon abschließend bearbeitet, ein Vogtländer war noch nicht darunter.

Laut Bernhardt bearbeitet das Amt die Anträge in der Reihenfolge des Posteingangs. Insgesamt fünf der 323 Anträge lehnte das Amt wegen fehlender Beihilfevoraussetzungen ab. Ein Antragsteller zog seinen Antrag zurück. Die bewilligten Anträge gingen zusammen mit einer Auszahlungsanordnung postwendend an die Sächsische Aufbaubank. Diese zahlte das Geld auch schon aus.

Das sind die Zahlen vom 17. Dezember - Kassenschluss 2018 bei der Sächsischen Aufbaubank. Wann und ob vogtländische Landwirte Geld erhalten, ist derzeit völlig offen. "Das SMUL arbeitet intensiv daran, dass die Haushaltsmittel für die Auszahlung der Dürrebeihilfen so schnell wie möglich bereitgestellt werden", so die Pressesprecherin. Termine konnte Karin Bernhardt aber keine nennen. (sia)

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